Ausflugsziele Startseite

 
Rubriken:
> Action & Freizeit
> Ausgewählte Ferien- 
   Wohnungen/Häuser

> Ausgewählte
   Hotels & Pensionen

> Baden im Harz
> Burgen & Schlösser
> Dome, Kirchen & Klöster
> Familie & Kinder
> Garten- & Parkanlagen
> Geschichte
> Harzer Persönlichkeiten
> Harzer Traditionen &
   Handwerk

> Hofläden &
   Direktvermarkter

> Höhlen & Bergwerke
> Kultur
> Motorradtouren
> Mühlen im Harz
> Museen
> Natur & Nationalpark
> Pilze, Flora & Fauna
> Reiten & Kutschfahrten
> Schlemmen
> Seen & Talsperren
> Tiere & Tiergärten
> Traumhochzeit im Harz
> Türme & Warten
> Wandern & Radeln
> Wellness & Gesundheit
> Wissenswertes

> Harz-Hotels online 
   Buchen mit Booking >>>

> Fewo online Buchen
  
mit Booking >>>

> Suchmaschine

> Harzorte mit Gastgebern
> Fotos vom Harz
> Webcam's vom Harz

> Aktuelles aus dem Harz

 

 
 
 
 

Das Berend Lehmann Museum Halberstadt

Über viele Jahrhunderte prägte jüdische Kultur das Leben in der alten Bischofsstadt mit. Erste Erwähnungen von Juden in alten Halberstädter Chroniken stammen bereits aus dem 13.Jahrhundert. Davon ist fast nichts geblieben, das Judentum in Halberstadt scheint ausgelöscht. Augenscheinlich begonnen hat die Vertreibung von Juden wohl bereits 1669. Damals zerstörten christliche Bürger von Halberstadt das Gotteshaus der Juden, die Synagoge. Und sie brüsteten sich ihrer Freveltat, wovon noch heute ein Hammer zeugt, in den dieses Datum eingraviert wurde. Aber damals, in der frühen Neuzeit, sorgte der Kurfürst als Landesherr für Gerechtigkeit und verurteilte die Zerstörer zum Schadensersatz. In der Folgezeit (1661-1730) wuchs ein Jude Namens Berend Lehmann in Halberstadt auf.

Als Erwachsener wurde, der zur Jüdischen Gemeinde Halberstadts gehörende, Lehmann Hoffaktor und königlich polnischer Resident des sächsischen Kurfürsten August des Starken. Ihm ist große Bedeutung für die weitere Entwicklung der Jüdischen Gemeinde in Halberstadt zuzuschreiben. Eine weitere jüdische Familie von Rang, waren später die Auerbachs. Ein Rabbinergeschlecht, das in vier Generationen, von 1862 bis 1936 die Halberstädter jüdische Gemeinde leitete. In diesen Jahrhunderten wurden Synagogen gebaut, wieder zerstört und wieder errichtet. Dann kam die Herrschaft der Nationalsozialisten und in der Pogromnacht 1938 sowie den folgenden Monaten wurden die jüdischen Gotteshäuser endgültig zerstört.

Nach dem folgenden Holocaust gab es kaum noch Juden in Halberstadt und die, die es noch gab, flohen oder wurden 1942 in Vernichtungslager deportiert. Zurück kam keiner. Und dann kam der 8.April 1945, alliierte Bomber zerstörten über 82 Prozent der historischen Innenstadt. Auch die Häuser und Einrichtungen der Juden waren nun endgültig zerstört. Augenscheinlich! Denn in der Judenstraße in Halberstadt wurde ein altes, jüdisches Fachwerkhaus liebevoll restauriert und 2001, zum 300.Geburtstag des Staates Preußen, als Museum für deutsch-jüdische Geschichte eröffnet. Das Museum trägt den Namen Berend Lehmann.

Es werden Zeugnisse aus vielen Jahrhunderten jüdischer Geschichte gezeigt. Im größten, schönsten und lichtdurchfluteten Raum des Hauses, präsentiert sich eine Gemälde- und Fotografien-Sammlung. Im Keller des Hauses wurde ein 1891 erbautes, rituelles jüdisches Tauchbad restauriert und zeigt die religiöse Bedeutung dieser Mikwe genannten Einrichtung. In dem Museum gibt es auch ein Museumskaffee, das nach der alten, einflussreichen Halberstädter Kaufmannsfamilie Hirsch benannt ist. Es heißt, allein der hausgebackene Kuchen des Cafe Hirsch, lohne einen Museumsbesuch.

Beide Einrichtungen gehören zu der 1995 gegründeten Moses Mendelsohn Akademie Halberstadt, einer Stiftung, die eng mit dem Moses Mendelsohn Zentrum in Potsdam zusammenarbeitet. Die Akademie hat es sich zur Aufgabe gemacht, einer breiten Öffentlichkeit Kenntnisse über das Judentum und deren Geschichte und Kultur zu vermitteln. Dazu gibt es ein breites Angebot an Veranstaltungen, Seminaren und Tagungen.

Weitere Informationen unter www.moses-mendelssohn-akademie.de

>>> Gastgeber in Blankenburg

zurück

Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2009/2010