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12. Die Grafschaft Hohnstein im Bauernkrieg

Dieses Geschlecht ist seit Mitte des 12. Jahrhunderts, zunächst als Herren von Ilfeld, nachweisbar. Die Keimzelle der Grafschaft ist das Gebiet um Ilfeld und Neustadt mit der Burg Hohnstein. Die Grafen bauten ihr Territorium bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts stark aus, so dass sie als die bedeutendsten Grafen am Südharz angesprochen werden konnten.

Im „Fleglerkrieg“ des Jahres 1412 wurde ein Teil der Herrschaft zerstört und letztlich der Untergang der Hohnsteiner eingeleitet. Die Stammherrschaft mit der Burg Hohnstein fiel 1412/17 an die Grafen zu Stolberg. Auch das Gebiet ihrer Sondershausener Linie war bereits im Jahr 1356 an die Grafen von Schwarzburg gefallen. Die Grafschaft Hohnstein in der Linie Lohra-Klettenberg hatte sein Gebiet aber zu Beginn des 16. Jahrhunderts nochmals erweitert und umfasste folgende Herrschaftsgebiete: Lohra, Scharzfeld, Klettenberg, Lauterberg und teilweise Benneckenstein. Mit der Grafschaft Lauterberg hatten die Hohnsteiner zugleich Zugriff auf das Bergbaurevier von Sankt Andreasberg, wo sie 1521 die erste Bergfreiheit ausriefen.

Harz-Geschichte: Band 4 Reformation, Bauernkrieg und Schmalkaldischer Krieg  - Sternal Media

Auch in dieser Grafschaft hatten sich die Bauern bereits im April 1525 erhoben. Der Aufstand soll so allgegenwärtig gewesen sein, dass sich auch die Hohnsteiner Grafen veranlasst sahen, der Christlichen Bruderschaft beizutreten. Sie nahmen an den Übungen der Bauerntruppen teil und ordneten sich den Befehlen der Bauernführer unter. Überliefert ist dazu folgendes: Einmal marschierte Graf Ernst im Zuge der Bauern mit, den der Schäfer Hans Arnold aus Bartholfelde anführte. Der wandte sich dem Grafen zu und sagte zu ihm: „Siehe Bruder Ernst, ich verstehe das Kriegsführen. Was verstehst du denn?“ Schlagfertig soll der Graf geantwortet haben: „Ei, Hans, bist doch zufrieden. Das Bier ist ja noch in dem Fasse, darin es gären soll!“ Die Bauern verstanden diese Anspielung gut und der Graf musste sich entschuldigen, sonst wäre er wohl verprügelt worden.

Am 8. Mai erhielt der Graf dann von den Aufständischen die Aufforderung, mit der Anrede „Lieber Bruder Ernst von Hohnstein“, sich unverzüglich im Bauernlager bei Flarichsmühle einzufinden. Der Graf scheint dieser Aufforderung auch nachgekommen zu sein und traf dort mit Thomas Müntzer zusammen. Von dort aus soll er den Zug mit den Klettenbergisch-Scharzfeldischen Haufen zum Reichsstift Walkenried mitgemacht haben.

Wie auch immer, nach dem Sieg des Fürstenheeres wurde dem Grafen wegen der Beteiligung am Bauernaufstand eine Strafe von 1000 Gulden auferlegt. Es heißt, dass er sich dieses Geld von dem Herrn von Sundhausen leihen musste.

Weitere Informationen: Thomas Müntzer, Burg Hohnstein

> 1. Ursachen und Umfeld
> 2. Das Harzgebiet im Deutschen Bauernkrieg
> 3. Die territoriale Zersplitterung der Harzregion
> 4. Die Situation der Bauernschaft
> 5. Die Städte der Harzregion
> 6. Der Bergbau und das Hüttenwesen
> 7. Die Rolle der Kirche im Bauenrkrieg
> 8. Harzer Klöster im Bauernkrieg
> 9. Die Grafschaft Mansfeld im Bauernkrieg
> 10. Die sächsischen Ämter Sangerhausen und Salza
> 11. Die Grafschaft Stolberg im Bauernkrieg
> 12. Die Grafschaft Hohnstein im Bauernkrieg
> 13. Das Reichsstift Walkenried im Bauernkrieg
> 14. Die Grafschaft Schwarzburg im Bauernkrieg
> 15. Die Herrschaft Wernigerode im Bauernkrieg
> 16. Die Grafschaft Blankenburg im Bauernkrieg
> 17. Die Grafschaft Anhalt-Ballenstedt im Bauernkrieg
> 18. Das Fürstbistum Halberstadt im Bauernkrieg
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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2013