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17. Die Grafschaft Anhalt-Ballenstedt im Bauernkrieg

Im Jahre 1525 wurde Anhalt-Köthen unter Fürst Wolfgang nach der Einführung von Kursachsen das zweite Land der Welt, das durch die Reformation die lutherische Lehre als Landesreligion einführte. Die Grafschaft Anhalt-Ballenstedt war zu dieser Zeit Bestandteil des Fürstentums Anhalt-Köthen. Diese Grafschaft hatte über das Selketal hinauf Anteil am Harzgebiet, insbesondere in der Region Harzgerode.

Harz-Geschichte: Band 4 Reformation, Bauernkrieg und Schmalkaldischer Krieg  - Sternal Media

Herzog Georg von Meißen nannte als Aufstandsgebiet dieser Grafschaft des Amt Ballenstedt. Aber auch das Amt Harzgerode ist urkundlich als Aufstandsgebiet nachgewiesen. Überliefert ist, dass Anfang Mai Abt und Prior des Ballenstedter Benediktinerklosters mit Zustimmung aller Mönche dem Fürsten Wolfgang das Kloster mit allem Inventar übereigneten. Sie wollten damit das Kloster wohl vor Plünderung und Zerstörung retten. Ihr Plan ging nicht auf, das Kloster wurde trotzdem geplündert und teilweise zerstört. Noch 1525 wurde das Kloster durch den Fürsten säkularisiert und als Residenz ausgebaut. Auch die Propstei Hagenrode wurde von den Bauernhaufen nicht verschont und zerstört.

Die Stadt Gernrode und ihr Stift St. Cyriakus waren schon seit Jahrhunderten eng mit dem Hause Anhalt verbunden. Durch die Äbtissin Elisabeth von Weida wurde in Gernrode schon 1521 mit dem katholischen Glauben gebrochen und Luthers Reformation eingeführt. Gernrode war damit wohl nach Wittenberg die zweite Stadt weltweit, die sich an der neuen christlichen Lehre orientierte.

Aber auch diese Fortschrittlichkeit hielt die aufgebrachten Bauernhaufen nicht davon ab vor das Stift zu ziehen um es zu plündern und niederzumachen. Dies war am 5. Mai 1525 und nur dem Einsatz der Äbtissin Elisabeth ist es zu verdanken, dass es nicht dazu kam. Unerschrocken trat sie den Bauern gegenüber und hielt sie von ihrem Vorhaben ab. Als Elisabeths Bruder Heinrich von Weida anrückte, um die Schmach des Gernröder Stiftes zu rächen, hielt ihn die Äbtissin von seinem Rachefeldzug ab. Die Aufständischen mussten nur 200 Gulden Strafe an die Äbtissin zahlen und für eine Zeit musste das Brauhaus Gernrode mit allen Rechten an das Stift zurückgegeben werden.

Weitere Informationen: Thomas Müntzer, Stiftskirche St.Cyriakus Gernrode

> 1. Ursachen und Umfeld
> 2. Das Harzgebiet im Deutschen Bauernkrieg
> 3. Die territoriale Zersplitterung der Harzregion
> 4. Die Situation der Bauernschaft
> 5. Die Städte der Harzregion
> 6. Der Bergbau und das Hüttenwesen
> 7. Die Rolle der Kirche im Bauenrkrieg
> 8. Harzer Klöster im Bauernkrieg
> 9. Die Grafschaft Mansfeld im Bauernkrieg
> 10. Die sächsischen Ämter Sangerhausen und Salza
> 11. Die Grafschaft Stolberg im Bauernkrieg
> 12. Die Grafschaft Hohnstein im Bauernkrieg
> 13. Das Reichsstift Walkenried im Bauernkrieg
> 14. Die Grafschaft Schwarzburg im Bauernkrieg
> 15. Die Herrschaft Wernigerode im Bauernkrieg
> 16. Die Grafschaft Blankenburg im Bauernkrieg
> 17. Die Grafschaft Anhalt-Ballenstedt im Bauernkrieg
> 18. Das Fürstbistum Halberstadt im Bauernkrieg
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