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WINUWUK & Sonnenhof

Hoch über Bad Harzburg liegt ein Gebäudekomplex, so verwunschen, so phantastisch im Baustil, dass es durchaus als Kulisse für ein Märchen dienen könnte. Die zwei Gebäude, die stilistisch an nordische Bauformen anknüpfen, liegen in der „Elfenecke“, einer idyllischen Gegend zwischen Breitenberg und Elfenstein. Das eine Gebäude mit dem geheimnisvollen Namen „WINUWUK“ ist ein Kaffeehaus, das andere heißt „SONNENHOF“ und beherbergt eine Kunstausstellung. Und letzteres war auch das Anliegen der Bauherren Walter und Dore Degener, zweier Künstler, die mitten in wirtschaftlichem Verfall, Weltwirtschaftskrise und Hyperinflation ihren Traum bauten. Es sollte ein Bau entstehen, der über die Bauherren weit hinweg, in die Zukunft weist.

Es war wohl ein Glücksfall, dass das Künstlerpaar den weithin bekannten Worpsweder Professor Bernhard Hoetger als Architekt und Baumeister für Ihr Vorhaben gewinnen konnte. Es wird berichtet, dass der Professor bei seinem ersten Besuch in Bad Harzburg sehr von dem Farbkontrast rot/grün (natur/rote Dächer und Wandverkleidungen) fasziniert war. Daran anlehnend war sein Entschluss gefasst, für die Gebäudeaußenverkleidung ebenfalls rote Ziegel zu verwenden. Hoetger war kein Architekt im klassischen Sinn, er war auch Maler, Bildhauer, Kunsthandwerker, und Raumgestalter des Expressionismus. Daher entstanden seine Planungen und Entwürfe auch nicht am Reisbrett sondern in der Werkstatt sowie am wachsenden Objekt. So entstanden zwei einzigartige Gebäude.

Außen keinem Stil zu zuordnen, aber den nordischen Mythen verbunden, den Katen nachempfunden. Innen individuell, künstlerisch, poetisch, märchengleich, aber leider nicht von Dauer. Schon nach seiner Fertigstellung entzweiten die Bauwerke die Gemüter, Zustimmung und Ablehnung, Begeisterung und harsche Kritik. Und dann das Nazi-Regime, das Hoetger nicht akzeptierte und auch nicht seine Kunst. Entartet war der gängige Slogan für Kunst die nicht verstanden wurde und somit nicht systemkonform war. Professor Hoetger musste Deutschland in Richtung unabhängige Schweiz verlassen. Sein Harzburger Gebäudeensemble wurde auf behördliche Anweisung von der entarteten Kunst befreit. Es wäre wohl vollständig abgerissen worden, wäre nicht der Krieg ausgebrochen. Somit ist diesem wohl düstersten Kapitel der Deutschen Geschichte noch ein Funke positives zu zurechnen. Nach dem Krieg wurde der Komplex von den englischen Alliierten als Casino weiter zweckentfremdet.

1953 bot sich dann für die Erbauerfamilie Degener die Möglichkeit der Nutzung in eigener Regie. Mit viel Engagement wurde saniert und restauriert. Der Ursprungszustand dieses Kleinods war aber nicht wieder herzustellen. Zu viele Kunstwerke waren zerstört und auch die Zeit der Kunst der goldenen Zwanziger war unwiederbringlich vorbei. Trotzdem haben die Degeners die Gesamtkonzeption von Bauherr und Baumeister auf einzigartige Weise wieder belebt. Das Hauptanliegen, ein Gefühl der Geborgenheit, die Vermittlung nordischer Gastlichkeit und die Vermittlung von, sowie die Verzauberung durch das Wunder der Kunst, ist auch heute in jedem Winkel dieses Gebäudeensembles zu spüren.

Seit Anbeginn wurde das Kaffeehaus „WINUWUK“ von einem Pächter betrieben was bis heute noch so ist. Dem Ausstellungs- und Galeriegebäude „Sonnenhof“ gesellte sich schon 1926 ein Sonnenhof-Werkstattkomplex hinzu, der gleich nebenan liegt. Durch ihre künstlerische Begabung und ihr unermüdliches Schaffen wurde das Ehepaar Degener und ihr „Sonnenhof“ bald national und international bekannt. Heute sind WINUWUK und Sonnehof nicht mehr im Eigentum der Familie Degener. 1978 erwarb Familie Kühn den Baukomplex und führt ihn, mittlerweile in 2.Generation, in alter Tradition fort.

Wer einmal im Winuwuk eingekehrt war, wird nicht nur vom gastronomischen Service angetan sein, besonders die formenreiche Architektur wird nachhaltig in Erinnerung bleiben. Überliefert ist auch der einfache Satz von Prof. Hoetger: „WEG IM NORDEN UND WUNDER UND KUNST“, aus dessen Anfangsbuchstaben sich der Name „WINUWUK“ ergeben hat.
Und der anschließende Besuch der Ausstellung, mit seinem Umfeld, wird zusätzlich Anlass sein wiederzukommen oder aber für immer in Erinnerung zu bleiben.

Link zu Google-Map: http://maps.google.de/

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2009

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