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Der Steinkuhlenberg zwischen Derenburg/Mahndorf

Zwischen Derenburg und Mahndorf steigt aus der Holtemme-Niederung der Steinkuhlenberg empor. Eigentlich ist das Wort „Berg“ für diese 18 m hohe Erhebung etwas übertrieben – es ist wohl eher ein Hügel. Aber der Steinkuhlenberg nimmt für die Nordharzregion, sowie für den gesamten mitteldeutschen Raum, archäologisch gesehen, eine besondere Stellung ein. Daher möchte ich auch über ihn berichten.

Schon in den 1930er Jahren wurden auf dem Steinkuhlenberg beim Kiesabbau an sechs Stellen Umfassungsgräben im Profil beobachtet und deren Verlauf anhand von Verfärbungen im Boden verfolgt (Paul Grimm). Beim Kiesabbau wurden fast ausnahmslos nur Hinterlassenschaften der Bernburger Kultur gefunden. Seitdem wurde der Steinkuhlenberg als gesicherte Befestigungs-anlage der Trichterbecherkultur betrachtet. Von solchen jungsteinzeitlichen Befestigungsanlagen sind in der Harzregion bisher nur wenige Standorte bekannt.

Derartige neolithische Befestigungsanlagen sind die ältesten ihrer Art in Deutschland, ihnen kommt also auch eine ganz besondere kulturgeschichtliche Bedeutung zu. Über den Sinn und die Notwendigkeit gibt es unterschiedliche wissenschaftliche Ansichten, von denen sich aber keine bisher endgültig durchsetzen konnte.

Im Jahr 1959 wurde durch das Institut für Vor- und Frühgeschichte in Halle eine großflächige archäologische Grabung auf dem Steinkuhlenberg begonnen. Das Vorhaben sollte neue Erkenntnisse über den Häuser-, Siedlungs- und Befestigungsbau in der Jungsteinzeit liefern. In den Jahren bis 1962 wurden etwa 5000 qm archäologisch untersucht. Die Grabungsergebnisse waren sehr erfolgreich: Es wurden eine große Anzahl von Gruben mit Kulturgut sowie Pfostenlöcher gefunden.

Die gesamte Anlage wurde als Fünfeck mit einer Größe von ca. 170 x 230 m identifiziert, was etwa einer Fläche von 3,3 ha entspricht. Die bewohnte Innenfläche der befestigten Anlage betrug hingegen etwa 2,5 ha. Der Steinkuhlenberg steigt an seiner Südseite recht steil empor; ein Erklettern war nur mit großen Schwierigkeiten möglich. Nach Osten ist der Berg mäßig steil, nach Westen zu nur wenig abgeflacht und vom Norden her kaum als Berg zu erkennen. Die Untersuchungen ergaben, dass an der Westseite anscheinend zwei weitere Gräben, im Abstand von 20 und 40 m, vorgelagert waren, die zu den Ecken des Hauptgrabens führten. Dort an der Westseite befand sich augenscheinlich auch der Zugang, wenn man eine Unterbrechung der 3 Gräben auf diese Weise deutet. Die seinerzeitigen Beobachtungen an den Kiesgrubenrändern ergaben auf der Nordseite zwei Spitzgräben im Abstand von 9m, auf der Südostseite einen breiten Sohlgraben und auf der Südseite einen bis zwei Sohlgräben im Abstand von 3 bis 4 m. Auf der Südseite zeigten die Grabungen ein Grabensystem, das eine Deutung als Palisadengräben erlaubt, so wie der Rekonstruktionsversuch es darstellt.

Ganz anders war die Befestigung auf der gegenüberliegenden Nordseite angelegt: Dort bestand sie aus zwei Sohlgräben von etwa 2,8 m Breite und 0,8 m Tiefe bei einem Abstand von ca. 6 m.

Durch eine Vielzahl von Pfostenspuren ließen sich im Inneren der Befestigung Häusergrundrisse rekonstruieren. Das am klarsten erkennbare Haus war etwa 14,3 m lang und hatte eine Breite von 6,5 m. Das Innere der Häuser war grubenfrei, wogegen außerhalb davon eine große Anzahl von Gruben aufgefunden wurde; allein 1961 wurden 65 davon untersucht. Neben dem reichen keramischen Material, das sich in Form und Verzierung der Bernburger Kultur zuordnen lässt, fanden sich in den Gruben Knochengeräte und Steinwerkzeuge sowie Getreide und reiches Tierknochenmaterial. Die eindeutige Zuordnung der Befestigungsanlage in die Jungsteinzeit ließ sich durch diese archäologische Untersuchung zweifelsfrei nachweisen.

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2014

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