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Die Schlacht bei Lutter am Barenberge

Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) machte auch vor dem Harzgebiet nicht halt. Dieser längste Krieg in der deutschen und europäischen Geschichte, der um die Hegemonie in Europa sowie wegen der politischen Gegensätze zwischen Katholischer Liga und Protestantischer Union im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation geführt wurde, verschonte die Harzregion mehr als andere Regionen, was Bevölkerungsverluste betraf. Nicht dass dieser grausame Krieg in dieser Region nicht relevant gewesen wäre, nein, Teile der Bevölkerung hatten nur die Möglichkeit, sich in die sicheren Wälder des Gebirges zurück zu ziehen.

Dieser Krieg kostete aber auch in der Harzregion viele Menschenleben, besonders zerstörte er aber Vermögenswerte. Wie in keinem anderen Krieg zuvor galt das unheilvolle Prinzip, dass der Krieg den Krieg ernähren muss. Da dieser Krieg sich aber im Laufe seiner Dauer zunehmend verselbständigte, bildete sich eine Soldateska heraus, in einem nie zuvor bekannten Ausmaß. Marodierende Landsknechte, die keinen Sold bekommen hatten, zogen durchs Land und nahmen sich was sie brauchten und was sie wollten. Es wurde gebrandschatzt und zerstört was in den Weg kam. So konnte die Bevölkerung aber nicht die geforderten Steuern und Abgaben leisten, was neue Repressalien durch die Landesherren mit sich brachte.

Im Frühjahr 1626 hatten die verfeindeten Heere der protestantischen Partei und die der katholischen Partei in der Harzregion Stellung bezogen. Tilly, der Feldherr der katholischen Liga, hatte westlich des Harzes, hatte im mittleren und oberen Leinetal Stellung bezogen. Wallenstein, des Kaisers General, hatte seine Truppen im Erzbistum Magdeburg und im Bistum Halberstadt versammelt. In ihrer Mitte hatte sich der Feldherr des Niedersächsischen Reichskreises, König Christian IV. von Dänemark an der Oker postiert und stützte sich auf die Festung Wolfenbüttel. Anfang August begannen die Kaiserlichen Truppen Richtung Schlesien abzuziehen. Es bot sich die Chance für die Protestanten unter König Christian, mit ihrer überlegenen Heeresmacht gegen Tilly vorzugehen. Der hatte inzwischen Göttingen eingenommen und zog gegen Northeim. Als Tilly vom Eintreffen der Truppen von König Christian erfuhr zog er sich in seine Stellung bei Nörten zurück um auf die Unterstützung der Truppen von Wallenstein zu warten. Die rückten unter Oberst de Fours über den Harz heran. Als König Christian davon Kenntnis erhielt, beschloss er, diese Truppen am Göttinger Wald zu empfangen und dort zu schlagen um sich dann Tillys Truppen erneut zu zuwenden. Sein Plan ging aber nicht auf! Im Gartetal, südlich des Göttinger Waldes gelang es am 23.August 1626 Wallensteins Truppen sich mit denen von Tilly zu vereinigen. König Christian, der die Absicht hatte Niedersachsen von den feindlichen Besatzertruppen zu befreien, erkannte, dass sein Vorhaben gescheitert war. Das vereinigte feindliche Heer war dem seinen nun deutlich überlegen. Christian wollte daher einen Kampf unter allen Umständen vermeiden und versuchen, sich hinter die schützenden Mauern von Wolfenbüttel zurück zu ziehen.

König Christian befand sich, als er diese Nachricht erhielt, nördlich des Seeburger Sees und brach am 24. August von dort mit seinem Heer auf, um so schnell wie möglich Wolfenbüttel zu erreichen. Anfangs erweckte es den Anschein, als ob seine Truppen einen ausreichenden Vorsprung vor den Truppen des Kaisers und der Katholischen Liga gewinnen könnten. Er beschloss daher am 25. August seinem Heer einen Ruhetag zu gönnen, was sich als kapitaler Fehler erwies. Noch an diesem Tag bekam sein Heer Gefechtsberührung mit dem Gegner, nur die hereinbrechende Dunkelheit verhinderte noch einen Angriff des ligistisch-kaiserlichen Heeres. König Christian versuchte in der Nacht mit seinem Heer nördlich zu entweichen, was aber nur unter verlustreichen Kämpfen gelang. Am Abend des 26. August standen sich beide Heere bei Seesen sehr nahe gegenüber, so dass eine Schlacht für den kommenden Morgen unausweichlich schien.

Aber erneut versuchte sich König Christians Heer in der Dunkelheit der Nacht vom Gegner zu lösen. Wie in der Nacht zuvor setzte Christian sein Heer um Mitternacht in nördliche Richtung in Bewegung, aber auch wie zuvor, blieben die Feinde ihm auf den Fersen. Mit seiner schwerfälligen Artillerie und auf Grund von feindlichen Attacken, kam er nur langsam voran. Mit großer Mühe konnte sein Heer noch den gefährlichen Engpass Neuekrug bei Hahausen überwinden und sich in die Ebene von Lutter retten. Von da aber schien ein weiterer Rückzug unmöglich, so dass ihm nur die Offerte blieb sich dort zur Schlacht zu stellen.

Die Gegend nördlich von Hahausen, wo sich damals am 27. August 1626 die beiden Heere gegenüber standen, sah allerdings damals anders aus als heute. Die Heer- und Handelsstraße von Seesen nach Wolfenbüttel verlief vom heutigen Neuekrug durch Hahausen und weiter über den Pöbbeckenberg nach Lutter. Der Wald drang damals viel weiter nach Norden als heute und überschritt die heutige Straße von Seesen nach Langelsheim beträchtlich. Erst weiter nördlich begann das Gelände langsam frei und unbedeckt zu werden. Dort begannen sich am Vormittag die beiden Heere in Gefechtsformation zu bringen. Die Aufstellung der beiden Heere war die für jene Zeit übliche. Die Infanterie stand im Zentrum der Formation und die Kavallerie hatte sich schachbrettartig in Eskadrons auf den Flügeln positioniert. Anfangs kam es nur zu kleinen Scharmützeln zwischen den verfeindeten Artillerien.

Dann wagte der Dänenkönig Christian den Angriff und überraschte die ligistisch-kaiserlichen Truppen von Tilly. Odins Kriegswaage begann sich in Richtung der Königlichen zu neigen. Die konnten diese Chance aber nicht nutzen und den erfahrenen Soldaten Tillys nicht die Entscheidung abringen und so langsam schlug das Pendel um. Christians Truppen waren zu unerfahren und den taktischen Finessen des ligistischen Feldherren sowie seines Feldmarschall, dem Grafen von Anhalt, nicht gewachsen. Sie erlitten starke Verluste und kamen in die Rückwärtsbewegung. Dort gerieten sie, in den Niederungen des Flusses Neile, in Sümpfe, aus denen es kein Entrinnen gab. Die königlichen Regimentskommandeure, Landgraf Philipp von Hessen und Graf von Solms sanken mit ihren Pferden in den Tod. Als das die königlichen Truppen sahen, gerieten sie vollständig in Auflösung und traten in Panik die Flucht in Richtung Lutter an. Auch König Christian konnte sich nur noch mit Mühe und ohne nennenswertes Gefolge über Umwege zur Festung Wolfenbüttel retten. Die Schlacht war verloren!

Als die Reste des königlichen Heeres die Flucht ihres Königs bemerkten, galt nur noch die Parole „Rette sich wer kann!“. Mehr als 2.000 königliche Infanteristen versuchten sich auf die Burg Lutter zu retten. Die zersprengten Pikeniere und Musketiere flüchteten sich vor dem Feinde in die angrenzenden Wälder, in der Hoffnung sich dort verbergen zu können. Aber diese Hoffnung war ein Trugschluss, denn die feindliche Kavallerie suchte gezielt nach den müden Kriegern und metzelte sie nieder. Die gesamte Artillerie sowie die Trosswagen wurden leichte Beute der Sieger, die auch die zahlreiche Gefangene machten. Die Burg Lutter wurde schnell umzingelt und die eingeschlossenen Soldaten erkannten ihre Aussichtslosigkeit. Sie ergaben sich nach kurzer Zeit auf „Gnade und Ungnade“. Am Abend war das königliche Heer vollständig aufgerieben, einige Gruppen versuchten sich in alle Richtungen zu retten, aber nur wenige wurden noch von den Siegern verfolgt. Das ligistisch-kaiserliche Heer hatte einen überwältigenden Sieg errungen und nur verhältnismäßig geringe Opfer zu beklagen.

Dieser Sieg Tillys und die Niederlage von König Christian von Dänemark hatten weitreichende Folgen für die Harzregion und Niedersachsen, sowie für die weiteren Ereignisse im Dreißigjährigen Krieg. König Christians Zielsetzung, die Katholische Liga aus Norddeutschland nach Mittel- und Süddeutschland zu vertreiben und dem Protestantismus im Norden zum Durchbruch zu verhelfen war gescheitert. Die Macht der Liga war neu gestärkt und die Herrschaft des Katholizismus in Norddeutschland entschieden und gesichert. 

Weitere Informationen unter: Die Harzregion im Dreißigjährigen Krieg
Schlacht bei Lutter - http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Lutter
Burg Lutter am Barenberge

>>> Gastgeber im Harz

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Copyright der Karte Wikipedia, der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2011

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