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Der Papst aus dem Harz

Der Papst ist das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Er versteht sich als Nachfolger des Apostels Petrus, der nach der Überlieferung um das Jahr 67 in Rom den Märtyrertod erlitt. In der kirchlichen Lehre war Petrus der erste Bischof von Rom.

Der erste Papst, also der direkte Nachfolger von Petrus soll Linus gewesen sein, dessen Amtszeit für 67 – 79 n. Chr. angenommen wird, was aber als historisch als nicht gesichert gilt. Die Päpste der ersten fünf Jahrhunderte kamen ihrer Herkunft nach ausschließlich aus dem Römischen Reich. Erst ab dem beginnenden 6. Jahrhundert wurden auch kirchliche Würdenträger anderer Nationalitäten (Griechen, Ostgoten, Syrer) zu Päpsten gewählt. Aber auch nach dem Untergang des Römischen Reiches verblieb das Papstamt fast ausschließlich in italienischer Hand.

Im Jahre 1005 wurde dem sächsischen Grafen Konrad von Morsleben und Hornburg und seiner Ehefrau Amulrada ein Sohn geboren, der den Namen Suidger erhielt. Amulrada war die Schwester des Magdeburger Erzbischofs Waltard, was vielleicht ein Aspekt war, dass ihr Ehemann auch den Weg kirchlicher Würdenträger einschlug. So wurde Graf Konrad auch Patriarch von Aquileia, einer Erzdiözese der katholischen Kirche in Norditalien.

Auch sein Sohn Graf Suidger von Morsleben und Hornburg, der auf Burg Hornburg geboren wurde, schlug den kirchlichen Weg ein. Über die theologische Ausbildung von Suidger ist nichts bekannt, es kann aber angenommen werden, durch die Verbindung der Hornburg zum Bistum Halberstadt, das er diese dort erhalten hat. Suidger wurde vor 1032 Domkanoniker am Halberstädter St. Stephansstift. 1032 wurde er Kaplan des Erzbischofs Hermann von Hamburg-Bremen und im Jahre 1035 Hofkaplan im Bistum Hamburg-Bremen.

Seine adlige Herkunft, seine verwandtschaftliche Beziehung zu Erzbischof Walthard und seine exponierte Stellung beim Erzbischof brachte seine Karriere recht schnell voran. Er wurde in die königliche Kapelle (Hofkapelle) aufgenommen. Die Hofkapelle entstand unter den Karolingern als zentrale geistliche Institution am Königshof. In ihr sind alle am Königshof tätigen Kleriker zusammengefasst. König Heinrich III. ernannte Suidger 1040 zum Bischof von Bamberg. Im Jahre 1045 gründete er im unterfränkischen Theres das Kloster Theres.

König Heinrich III. setzte durch der Bischofssynode im Dezember 1046 drei gleichzeitig amtierende Päpste, Gregor VI., Benedikt IX. und Silvester III., ab und ernannte Suidger zum Kirchenoberhaupt. Bischof Suidger wurde am 24. Dezember 1046 während der tagenden Synode, die in St. Peter in Rom stattfand, zum Papst gewählt. Am Weihnachtstag 1046 vollzog er die Kaiserkrönung an Heinrich III. und dessen Gemahlin Agnes von Poitou. Sein Bamberger Bistum behielt der neue Papst als erster Papst in der Geschichte bei.

Suidger war der zweite deutsche Papst, nach Gregor V. (Bruno von Kärnten 996-999 n. Chr.) der Salier war, und er nannte sich Clements II. Seine Namenswahl nach dem heiligen Papst Clemens I. (wahrscheinlich 88 – 97 n. Chr.) war bereits ein Signal, welches seine Reformabsichten anzeigte: zurück zu den Ursprüngen der Kirche. Auf den zweiten deutschen Papst warteten schwierige Aufgaben. Die zu jener Zeit weit verbreitete Priesterehe und der Verkauf von Kirchenämtern hatten das Ansehen der Kirche stark beschädigt. Aus den Ehen hervorgehende Nachkommen und Erbschaftsfragen bedrohten den kirchlichen Besitzstand. Aber Clemens II. bekam nur zehn Monate Zeit für seine Reformen, am 9. Oktober 1047 starb er plötzlich. Obwohl sein Pontifikat nur so kurze Zeit währte, kamen Reformen durch diesen Papst zustande, denn er initiierte sie bereits auf seiner ersten Papstsynode im Januar 1047.

Papst Clements II., der Papst aus dem Harz, war somit Initiator des sogenannten Reformpapsttums, welches seine Nachfolger bis etwa 1075 in seinem Sinne fortsetzten.

Clemens II. wurde, gemäß seinem Willen, in Bamberg im Bamberger Dom beigesetzt. Sein Grab ist das einzige Papstgrab nördlich der Alpen. 1942 wurde die Tumba zum mindestens dritten Mal geöffnet, die päpstliche Bekleidung wurde daraus entnommen, restauriert und dem Bamberger Domschatz übergeben. Seit Eröffnung des Diözesanmuseums Bamberg sind diese Bekleidungsstücke einer der Höhepunkte dieser Sammlung. Überliefert war, dass Clemens vergiftet wurde. Für eine wissenschaftliche Klärung wurden seine Gebeine einer toxikologischen Untersuchung unterzogen. Das Ergebnis bewahrheitete die Überlieferung, denn es wurde eine unnatürlich hohe Bleikonzentration in den Knochen festgestellt. Der Einlagerungsbefund entsprach allerdings einer längerfristigen Speicherung von Blei in den Knochen, nicht einer akuten Vergiftung mit Bleizucker. Eine Vergiftung dadurch liegt nahe, allerdings kann nichts darüber gesagt werden, ob diese Vergiftung mit böser Absicht geschah – Bleizucker war im Mittelalter eine sehr gebräuchliche Substanz zum Süßen von Wein.

Mehr zu Papst Clemens II. erfahren Sie im Heimatmuseum Hornburg, in dem ihm ein Gedächtniszimmer gewidmet ist.

Weitere Informationen unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Clemens_II.

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Copyright der Fotos Wikipedia und der Texte Bernd Sternal 2012

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