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Wie die Kartoffel in den Harz kam

Die Kartoffel, aus der Familie der Nachtschattengewächse, ist keine europäische Art. Sie hat ihren Ursprung in Süd- und Mittelamerika und kam erst mit der Entdeckung der „Neuen Welt“ nach Europa. Wer und wann sie zuerst nach Europa eingeführt hat ist bis heute nicht geklärt.

Urkundlich belegt ist aber, dass Sir Walter Raleigh Kartoffeln 1586 aus Südamerika nach England brachte und sie dem Englischen Königshaus schenkte. Und da die Welfen verwandtschaftlich mit diesem verbunden waren, erhielt auch Herzog Julius von Braunschweig fünf Knollen. Diese ersten Kartoffeln wurden von seinen Hofgärtnern in seinem Schlossgarten kultiviert. Mit der Zeit erwarben sich diese Knollen, die man Erdäpfel nannte, den Status von Leckerbissen. Weitere Bedeutung erlangte sie aber vorerst nicht.

1747 erschien von Hofjägermeister von Langen in der in den „Braunschweiger Anzeigen“ ein Beitrag über die Kartoffel. Herzog Karl I., der für alles Neue aufgeschlossen war, faste daraufhin einen Kartoffelanbau als neue Einnahmequelle für die arme Landbevölkerung ins Auge. In seinem Fürstentum Blankenburg gab es einen Ort, der als besonders arm galt – Braunlage. Dort veranlasste der Herzog einen größeren Anbauversuch. Kurioserweise kam man auf die Idee, Kartoffeln und Tannen gemeinsam auf Forstland anzubauen. Hintergrund war zum Einen, dass in Braunlage kaum Äcker zur Verfügung standen und zum Anderen, dass man sich von der Kultivierung der Hackfrüchte eine gute Entwicklung der Nadelbäume versprach. Natürlich konnte dieser Anbau nicht von Erfolg gekrönt werden, wie wir heute wissen. Allein die klimatischen Voraussetzungen waren denkbar ungünstig.

Die Kartoffeln wurden auf frisch gerodetem Waldboden gelegt, zuvor wurden Unmengen Mist untergeharkt, auf welchen die Kartoffeln gelegt wurden. Reichlich Asche wurde zusätzlich zur Düngung eingesetzt. Weitere Kultivierungsmaßnahmen gab es anscheinend nicht. Das Jahr 1748 war ein Jahr der Missernten und der Dürre. Daher wurde die Missernte des ersten Kartoffelanbaus, zwei Scheffel wurden ausgepflanzt und achtzehn geerntet, nicht hinterfragt. In Folgejahr wurde der zweite Versuch gestartet. Die Braunlager zeigten aber auf Grund der schlechten Vorjahresernte wenig Interesse, so dass sie verpflichtet werden mussten. Aber dem alten Sprichwort folgend „wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg und wo ein Weg ist, da ist auch ein Ausweg“, schickten die Braunlager ihre Kinder zu der angeordneten Maßnahme. Die waren aber zu schwach, für den schweren unvorbereiteten Boden und so zog sich das Legen von 15 Scheffeln Kartoffeln über 4 Wochen hin. Aber auch dieser zweite Anbauversuch war nicht von Erfolg gekrönt, von den 15 Scheffeln Aussaat wurden 39 Scheffel geerntet. Zum Vergleich, heute gehen wir von Ertrag aus, der das 10 – 20 fache der Aussaatmenge ergibt.

Im dritten Jahr, also 1750, wurde der Ertrag des Vorjahres unentgeltlich verteilt, mit der Maßgabe, weiterhin Kartoffelanbau zu betreiben. Aber auch diese Ernte viel so schlecht aus, dass sich kein Braunlager mehr fand, um weiterhin Kartoffeln anzubauen. So kam die Kartoffel, mit einem Misserfolg, in den Harz. Der Kartoffelanbau ruhte dann etwa zehn Jahre und wurde um 1760 erneut im flachen Harzvorland aufgenommen, diesmal mit Erfolg. Aber erst mit dem 7jährigen Krieg kam der Durchbruch des „Erdapfels“ in unserer Region. Man hatte die Bedeutung dieser Frucht zur Ernährung der Bevölkerung erkannt und man merkte, dass die Kartoffel bei kriegerischen Auseinandersetzungen nicht so leicht feindlichen Truppen zum Opfer fiel, wie Getreide. Eine fragwürdige Erkenntnis, die aber letztendlich der Kartoffel den Durchbruch bescherte und uns heute freut, denn sie ist zu unserer beliebtesten Nutzpflanze geworden.

Den ersten Versuchen, Kartoffeln im Harz anzubauen, wurde bei Braunlage ein Denkmal gesetzt, dass heute allerdings mitten im Wald steht. Wer zum Kartoffeldenkmal an der Alten Tanner Poststraße wandern möchte, zu erreichen ist es über die B242/B4 von Sorge in Richtung Braunlage, nach der Abzweig Hohegeiß nach etwa 500 Metern links parken und dann rund 1,6 Kilometer wandern.

Weitere Informationen unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Georg_von_Langen

>>> Gastgeber in Sorge

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Copyright der Fotos Wikipedia und der Texte Bernd Sternal 2010

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