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Harzgebirge-Eisenbahnland III.

Mit der Inbetriebnahme der ersten Zubringer-Eisenbahnen zum Harz, begann ab dem letzten Viertel des 19.Jahrhunderts der Tourismus - damals noch Fremdenverkehr genannt - zu florieren. Aber auch die industrielle Entwicklung in der Region Harzgerode benötigte verkehrstechnische Anbindung. Daher stellten ab ca. 1880 Bürger und Unternehmer der Region Ballenstedt - Gernrode - Harzgerode Überlegungen über den Bau einer Eisenbahnstrecke in den Unterharz an. Schnell stellte sich heraus, dass auf Grund der zahlreichen Kehren sowie größerer Steigungen nur eine Schmalspurbahn in Betracht kam und auf Grund des komplizierten Geländeprofils nur eine einspurige Streckenführung.

Mit Unterstützung durch die anhaltische Landesregierung sowie dem Haus Anhalt wurde 1886 dann die Gernrode-Harzgeröder-Eisenbahngesellschaft gegründet und auch unmittelbar mit dem Bau der 1000mm Gleisanlage begonnen. Schon knapp ein Jahr später war die 10,1 km lange Strecke von Gernrode nach Mägdesprung fertig und konnte eröffnet werden. Damit ist die als „Selketalbahn“ bekannte Schmalspurbahn die älteste im Harz. In den folgenden Jahren wurde die Strecke kontinuierlich weitergebaut: nach Alexisbad, zum Sackbahnhof Harzgerode, nach Siberhütte, nach Straßberg, nach Stiege, zum Sackbahnhof Hasselfelde und letztendlich bis zum Anschlussbahnhof der „Harzquerbahn“ zur Eisfelder Talmühle.

Die heutige Harzquerbahn sowie die Brockenbahn wurden damals von der Nordhausen-Wernigeröder-Eisenbahngesellschaft sowie von der Südharz-Eisenbahngesellschaft gebaut und betrieben. Gegründet wurden diese beiden Gesellschaften 1896 und 1897. In Jahr 1913 war dann ein denkwürdiges Ereignis, alle drei Strecken wurden miteinander verbunden. Von diesem Zeitpunkt an konnten Reisende von Gernrode, Wernigerode, Walkenried oder Nordhausen direkt zum Brocken fahren bzw. die Städte waren über das Gebirge direkt miteinander verbunden.

Das gesamte Streckensystem der Harzer Schmalspurbahnen, mit einer Gesamtlänge von über 130 km, erfreute sich von Beginn an großer Beliebtheit. Nicht nur bei Einheimischen und Gästen, auch für die weitere Entwicklung industrieller Kerne im Harz war sie von großer Bedeutung.

Nach dem II. Weltkrieg war der Harz durch die Alliierten geteilt worden. Das Streckennetz der Selketalbahn lag in der sowjetischen Besatzungszone, aus der sich die DDR entwickelte. Von 1945 an war der Verkehr zwischen der Selketalbahn und der Harzquerbahn stark eingeschränkt, der Verkehr von Walkenried nach Sorge wurde ganz eingestellt, da diese Strecke die innerdeutsche Grenze querte. Für so genannte Reparationsleistungen in die damalige Sowjetunion wurden auch große Teile des Schienensystems demontiert. Aber bereits 1946 wurde auf Grund der Bedeutung dieses Transportmittels für den Bergbau, begonnen die Strecke wieder neu aufzubauen, allerdings nur bis Straßberg, was sich bis 1950 hinzog.

1946 wurden auch die beiden Eisenbahngesellschaften der sowjetischen Zone, die GHE und NWE enteignet und 1949 der Deutschen Reichsbahn zugeordnet. Mit dem Bau der innerdeutschen Grenzanlagen war auch der Verkehr der so genannten Brockenbahn eingestellt worden. In den 80er Jahren wurde dann die Selktalbahn wieder bis Stiege und Hasselfelde ausgebaut und die Verbindung zur Harzquerbahn wieder hergestellt. Nur der Brocken blieb Tabu. 1993, nach der Wiedervereinigung, wurde dann das ehemalige Harzer Schmalspurbahnennetz der DDR von der Harzer Schmalspurbahnen GmbH übernommen. Gesellschafter dieser GmbH sind heute der neue Landkreis Harz, der Landkreis Nordhausen sowie eine große Zahl von Kommunen.

Seit dem Jahr 2006 ist die Selketalbahn um einen neuen Streckenabschnitt erweitert worden. Die Strecke endet und beginnt jetzt in Quedlinburg. Eine fragwürdige Entscheidung und Investition, die nicht auf ökonomischen Fundamenten ruht, getroffen in einer Zeit wo anderswo Strecke für Strecke eingestellt wird. Aber politische Entscheidungen werden nun mal nicht immer von ökonomischem Sachverstand begleitet – die Zeche begleichen muss schließlich immer der Steuerzahler. Bleibt nur zu hoffen, das Halberstadt nicht auch noch angeschlossen werden möchte.

Die Harzer Schmalspurbahn in Zahlen (Stand 10-2013):

  • 140 Kilometer Streckennetz

  • 25 Dampflokomotiven, 6 Dieselloks, 10 Triebwagen

  • 37 einfache Weichen, eine doppelte Kreuzungsweiche

  • 400 Brücken und Durchlässe

  • höchster Bahnhof 1125 Meter auf dem Brocken

  • 10.000 Quadratmeter große Fahrzeughalle in Wernigerode
    mit automatischer Waschanlage & 6 Gleisen für 65 Eisenbahnwaggons

  • 260 Mitarbeiter

Weitere Informationen unter: harzgebirge-eisenbahnland01.htm
und harzgebirge-eisenbahnland02.htm
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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2009

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Deutschland (k)ein Erfinderland von Bernd Sternal
Ein Abriss durch die Geschichte deutschen Erfindertums

mit biographischen Passagen sowie einigen Kommentaren und Einlassungen,
die hoffentlich zum Nachsinnen anregen
Deutschland (k)ein Erfinderland von Bernd Sternal

„Vergraben ist in ewiger Nacht der Erfinder großer Name zu oft. Was ihr Geist grübelnd entdeckte, nutzen wir; aber belohnt Ehre sie auch?“
Friedrich Gottlieb Klopstock (um 1760)


Der Autor Bernd Sternal (* 1956) ist gelernter Werkzeugmacher und Flugzeug-mechaniker sowie Dipl.-Ing. für Maschinenbau und Technologie. Er arbeitete als Manager in verschiedenen Branchen, war als Unternehmer, freiberuflicher Ingenieur und als Technologieberater tätig und er ist freier Erfinder mit zahlreichen nationalen und internationalen Patenten, Gebrauchs- und Geschmacksmustern. Seit 2006 ist er als Publizist und Autor tätig geworden. Mit dem Buch möchte er eine Brücke für Erfinder schlagen, sie aber auch aus seinem reichen Erfahrungsschatz schöpfen lassen. Auch möchte er einer breiten Leserschaft über das Erfindertum berichten, damit die Gesellschaft nicht vergisst, woher unser deutscher Wohlstand kommt und wie er zu erhalten ist. Denn erfolgreiche Erfinder sind auch Superstars, wenn auch fast immer im Verborgenen. Auch möchte er mit seinem Werk den Entschei-dungsträgern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft einen Spiegel vorhalten. Und letztendlich hat er versucht, hoffentlich intelligente und machbare Vorschläge aufzuzeigen, um dem Erfindertum in Deutschland wieder den Stellenwert einzuräumen, den es verdient – eine Spitzenposition.
Buchauszüge hier >>> www.deutschland-kein-erfinderland.de