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Die Halberstädter Saurier

Bis in die zweite Hälfte des 18.Jahrhunderts war die wissenschaftliche Bestimmung von urzeitlichen Tieren weitgehend unbekannt. Bis dahin brachte man entsprechende Funde mit Sagen- und Fabelwesen wie Riesen, Einhörner, Drachen und Lindwürmer in Verbindung. Erst ab dieser Zeit begann sich die Wissenschaft von den fossilen Tieren zu entwickeln, die wir heute Paläontologie nennen. Die Entwicklung der Saurierforschung ab Anfang des 19.Jahrhunderts, ist eng verbunden mit den ersten Saurierfunden in England, Frankreich und Belgien zu jener Zeit. Auf deutschem Boden sorgten die süddeutschen Funde von Holzmaden und Solnhofen in den Jahren 1862 und 1877 für besonderes Aufsehen und forcierten damit auch die Aufmerksamkeit für diese neue Wissenschaftssektion.

Halberstädter Saurier im Naturkundemuseum Heineanum - Copyright Museum Heineanum, Fotograf Enver Hirsch

Südöstlich von Halberstadt liegt die so genannte Halberstädter Mulde, die vom Quedlinburger Sattel begrenzt wird. In dieser Mulde, die in der Kreidezeit entstand, lagerte das mit dem Beginn der Jura-Zeit einbrechende Lias-Meer große Mengen Tone ab. Diesen Ton baute man in einigen Tongruben ab. Durch den erwähnten Wissenszuwachs wurden aufgefundene Knochen nicht mehr unachtsam bei Seite geräumt. So geschehen auch 1899 in der Halberstädter Tongrube der Thiemeke’schen Ziegelei, wo Arbeiter auf Skelettreste stießen. Der Fund wurde dem diesbezüglich interessierten Apothekenbesitzer Johannes Maak zugetragen. Der veranlasste die Bergung und präparierte das gefundene Saurierskelett. Und er übergab das Skelett, das sich als Plesiosauier erwies dem neu gegründeten Naturkundemuseum „Heineanum“, in dem es seit 1905 ausgestellt wird. Aber damit nicht genug.

In der Tongrube der Ziegelei Baerecke-Limprecht stießen Arbeiter 1909 erneut auf größere Knochen. Animiert durch den allseits bekannten Fund brachte man die Skelettreste zu dem als Heimatforscher bekannten Zahnarzt Torger. Der schickte sie an den bekannten Paläontologen Prof. Dr. Jaekel nach Greifswald zwecks Bestimmung. Prof. Jaekel erkannte die Bedeutung dieses Fundes sofort und erwirkte eine wissenschaftliche Grabung in jener Grube. Das Ergebnis, die Reste von etwa 50 Exemplaren wurden geborgen und zur Sichtung und Präparation nach Greifswald verbracht. Eines dieser präparierten Exemplare wurde vereinbarungsgemäß dem Halberstädter Museum übergeben. Es ist das Skelett eines Plateosauriers.

Diese Saurierfund zählten zu den ersten und den bedeutendsten in Norddeutschland und sie gehören bis heute zu den bedeutendsten Exponaten des Heineanums. Diese Saurierskelette sind beeindruckend und das nicht nur auf Grund ihrer Vollständigkeit und Größe. Sie führen den Betrachter in eine andere, längst untergegangene Welt, in eine Zeit, Millionen von Jahre bevor der erste Mensch auf unserem Planeten seine ersten Spuren hinterließ.

Der Plateosaurier gehörte mit seiner Länge von 8m zu den größeren Dinosauriern. Diese massigen Tiere waren keine Raubtiere, eher Allesfresser, und bewegten sich auf ihren Hinterbeinen fort. Ihre vorderen Extremitäten waren relativ kräftig und gut geeignet zum greifen und auch graben. Ihr Hals war lang und trägt einen kleinen Schädel. Man nimmt an, dass sie in Herden lebten und jahreszeitliche Wanderungen unternehmen.

Der zweite Halberstädter Saurier, der Plesiosaurier, hat seinen Namen aus dem griechischen und heißt auf Deutsch Schwanendrachen. Das etwa 3m lange Exemplar war eine vollständig ans Urmeer angepasste Saurierform. Seine Gliedmaßen waren zu großen Flossen umgebildet, so dass er wie ein Seehund schwimmen und tauchen konnte. Sein Schwanz diente sowohl als Antriebs- wie auch als Steuerorgan. Sein Kopf ist nicht besonders groß, hat aber ein gewaltiges Raubtiergebiss. Er muss ein gefräßiger Räuber gewesen sein.

Diese beiden, in der Halberstädter Mulde gefundenen, Saurierarten belegen zweifelsfrei, dass es in der Entwicklung der Harzregion Epochen gab, in denen ein gewaltiges Meer alles überspülte, aber auch Epochen, in denen das Wasser wieder verschwand und große Landtiere in unserer Region heimisch waren.

Übrigens stammen auch einige der im Berliner Naturkundemuseum ausgestellten Saurierskelette aus Halberstadt.

Weitere Informationen unter: Naturkundemuseum Heineanum

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Copyright des Fotos E. Hirsch, Naturkundemuseum Heineanum Halberstadt
 und der Texte Bernd Sternal 2009/2011

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Wir treten für den Schutz von Eisbären, Tigern, Löwen und anderen Raubtieren ein, den Wolf in Deutschland lehnen wir jedoch zum Großteil ab und auch der teilweise wieder angesiedelte Luchs ist vielen suspekt. Wir schützen Tiere und Pflanzen, wobei der Schwerpunkt auf niedlichen und ungefährlichen Tieren liegt, bei Pflanzen müssen diese möglichst ansehnlich sein, hübsch blühen oder wohlschmecken. Borkenkäfer, Fliegen, Wespen, Weg- und Gartenameisen, Motten, Asseln und vieles mehr haben hingegen keine Lobby, dennoch sind sie alle Bestandteile unserer Natur.
Wir unterscheiden in Neobiota und einheimischer Flora und Fauna. Unter ersterem versteht man Arten von Tieren und Pflanzen, die erst nach dem 15. Jahrhundert hier eingeführt oder eingewandert sind. Dazu zählen beispielsweise bei den Tieren: Waschbären, Marderhunde, Nerze, Nutrias, Mufflon oder Streifenhörnchen. Bei den Pflanzen ist der Riesenbärenklau derzeit in aller Munde, es gibt jedoch weitere unzählige Arten. In Deutschland kommen mindestens 1.100 gebietsfremde Tierarten vor. Davon gelten allerdings nur etwa 260 Arten als etabliert, darunter 30 Wirbeltierarten.
Übrigens: Auch die Kartoffel, die Tomate, der Paprika und die Gurke sind Neophyten, also nicht heimische Arten.
Wir beginnen dann Arten in nützliche und schädliche zu unterscheiden. Dabei nehmen wir wenig Rücksicht auf die Rolle der jeweiligen Art in den Ökosystemen, oftmals kennen wir diese auch gar nicht. Wir führen Tiere und Pflanzen aus der ganzen Welt ein und sind dann verwundert, wenn die eine oder andere Art außer Kontrolle des Menschen gerät und sich unkontrolliert vermehrt. Den Rest, in Bezug auf neobiotische Pflanzen, Tiere und Pilze, erledigt die Globalisierung.
Auch unsere Landschaft verändern wir fortwährend. Was durch geologische Prozesse in vielen Millionen Jahren entstanden ist, weckt seit einigen Jahrhunderten das zunehmende Interesse des Menschen. Wir betreiben Bergbau - unterirdisch und in Tagebauten -, wir fördern Erdöl und Erdgas aus den Tiefen unseres Planeten, wir bauen Sand, Kies, Kalk, allerlei Gestein und vieles mehr ab.
Zwar versuchen wir mittlerweile den Abbau fossiler Brennstoffe zu begrenzen und einen Ausstieg vorzubereiten, jedoch ist die Bauindustrie unersättlich. Unsere Städte, Dörfer, Verkehrswege und Firmenanlagen fordern ihren Tribut. Jedoch muss der Großteil der Welt erst noch Straßen und feste Gebäude erbauen. Wollen wir das diesen Menschen versagen?

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