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Die Barbarossa Glocke

In dem ersten Jahrhundert ihres Bestehens, war das 961 gegründete Kanonissenstift Gernrode, dass von Markgraf Gero errichtet wurde, durch Königsdiplome privilegiert. Daher war das Ansehen des St.Cyriakusstifts im Reich sehr groß. Am Mitte des 11.Jahrhunderts blieben diese Königsdiplome aus, königliche Privilegien wurden aber weiter erteilt. Schenkungen und Königsbesuche hielten als Ersatz her und das Ansehen des Gernröder Stifts hoch, zumal auch die Päpste jener Zeit das Stift unter ihren Schutz stellten.

Auch Kaiser Friedrich I. Barbarossa lies dem Gernröder Stift die Ehre eines Aufenthalts zukommen. Das war 1188 und der ehrenvolle Anlass war ein Hoftag im Cyriakusstift. Als Geschenk und zur Erinnerung ließ Barbarossa eine bronzene Glocke gießen, in deren Rand eine kaiserliche Widmung eingraviert wurde. Viele Jahrhunderte tat diese Glocke im Stiftsturm ihren Dienst und erfreute mit ihrem Klang die Menschen.

In der Neuzeit wurde es zu einer frevelhaften Sitte, Materialengpässe in Kriegszeiten durch das Einschmelzen von Kirchenglocken zu schmälern. Napoleon verfuhr so, Kaiser Wilhelm II. und auch Hitler. Über die ersten beiden Kriege konnte sich die Barbarossa-Glocke retten. Aber dann kamen die Nationalsozialisten, konfiszierten wieder Glocken für die Rüstungsindustrie und diesmal musste auch die Barbarossa-Glocke abgeliefert werden. Angeblich haben weder Bürgermeister noch Kirchengemeinde interveniert und die Bedeutung dieser Glocke aus hohenstaufischer Zeit herausgestellt. Also wurde die Glocke zur Sammelstelle nach Hamburg transportiert.

Der Krieg war zu Ende, ca.50.000 Glocken waren eingeschmolzen worden. Gernrode war knapp 3 Monate unter amerikanischer Besatzung, von April- Juni 1945. Es ergab sich, dass der angesehene Gernröder Kaufmann Paul Asmus geschäftlich nach Hamburg musste. Bei dieser Gelegenheit forschte er in der „Glockensammelzentrale „ in Hamburg nach der Barbarossa-Glocke. In den Hamburger Beständen war sie nicht mehr aufgeführt, was bedeutete, sie war zum Einschmelzen in die Hirsch-Kupfer-Werke nach Ilsenburg gebracht worden. Es wurde eine Vollmacht der amerikanischen Besatzung besorgt und dann machten sich Asmus, der Organist Goedecke und Bürgermeister Güstrow auf nach Ilsenburg, um nach der Barbarossa-Glocke zu suchen.

Dort, in den Hirsch-Kupfer-Werken lagen in einem überwucherten Außengelände hunderte von Glocken. Und tatsächlich konnte die Staufische Glocke gefunden werden. Und sie wurde auch von den Amerikanern freigegeben und kam so nach Gernrode, in die St. Cyriakuskirche zurück, wo sie bis heute ihren ehernen Dienst verrichtet. Nur wenige Wochen nach der Glockenrückführung zogen die Amerikaner ab und Gernrode sowie auch Ilsenburg wurden sowjetische Besatzungszone. Dann wäre die Barbarossa-Glocke sicher nicht zu retten gewesen, denn alle Glocken gingen als Reparation in die Sowjetunion. Wieder einmal, wie so oft, hat der persönliche Einsatz engagierter Bürger bedeutendes Kulturgut gerettet.

Weitere Informationen unter http://www.stiftskirche-gernrode.de  
Link zu Google-Map: http://maps.google.de

>>> Gastgeber in Gernrode

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2009

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