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Johann Christian Ruberg - ein Pionier der Metallurgie

Johann Christian Ruberg war ein Erfinder, Laborant und Bergbaufachmann, der heute nur in wenigen Nachschlagewerken zu finden ist. Dabei hat der 1776 in Lüttgenrode bei Osterwiek geborene Müllersohn sich durchaus nennenswerte und bleibende Verdienste erworben.

Seine Kindheit verbrachte Ruberg in Ilsenburg, wo er durch seine Wissbegier auffiel. Schon früh lernte er Latein und Griechisch und wurde an die berühmte lateinische Schule zum Waisenhaus Halle gebracht. Graf Christian Ernst zu Stolberg erkannte seine Begabung und ließ ihm ein Stipendium zukommen, damit er Theologie studieren konnte. Aber der junge Ruberg fühlte sich mehr zu den Naturwissenschaften hin gezogen. Schon in seiner Jugend beschäftigte er sich mit der „Probier- und Scheidekunst“.

Als der fürstlich anhalt-plessische Hütteninspector Kiß den jungen Ruberg kennen lernte, war der so von dessen Kenntnissen angetan, dass er ihm einen Posten als Steiger in einer schlesischen Steinkohlengrube gab. Dort hielt es Ruberg aber nicht lange und als er für eine nahe gelegene Glashütte durch Laborversuche deren Glasmasse erheblich verbesserte, wurde ihm bald darauf die Verwaltung dieser Glashütte übertragen. Auch eine nahe gelegene Steinkohlengrube hatte er zu verantworten, die sogar seinen Namen erhielt.

Aber seine Leidenschaft blieb die Erfindertätigkeit, die Arbeit im Laboratorium. Als er um 1790 seinen alten Freund, den Hütteninspektor Kiß in dessen Hütte in Paprotzan besuchte, viel sein Augenmerk auf den Ofenbruch. Der war im Hüttenbetrieb ein Nebenprodukt, der in großen Mengen anfiel und im Betrieb sehr hinderlich war. Ruberg wusste aber aus dem Harzer Hüttenbetrieb, dass man Ofenbruch zusammen mit Kupfer zu Messing legiern konnte. Als er das aber vortrug, wurde er verspottet. Dann bereitete er einen Versuch vor und schmolz aus Ofenbruch, Kupfer und Kohlenstaub wunderbares Messing.

Mit diesen Versuchen legte Ruberg den Grundstein für den einzigartigen Aufstieg der oberschlesischen Zinkindustrie. Zunächst aber fehlte es noch an Technologien und Ausrüstungen. In jahrelanger Entwicklung schuf er Verfahren und Öfen zur industriellen Produktion. Im Jahr 1798 wurde der erste Zinkofen zu Wessela, einem eine Meile von Myslowitz gelegenen Dorfe, in Betrieb gesetzt und bald darauf eine Zinkhütte gegründet, deren Verwalter der Erfinder Ruberg wurde.

Zink war zwar als Legierungsbestandteil von Bronze und Messing schon im Altertum bekannt, als Metall wurde es aber durch Albrecht v. Bollstädt erst im 13. Jahrhundert entdeckt. Vom 15. bis 18. Jahrhundert wurde Zink im Harz, in Schweden, England sowie in China und Indien auf einfache Weise in kleinen Mengen hergestellt.

Johann Christian Ruberg ist es zu zuschreiben, dass Zink erstmals auf frühindustrielle Art hergestellt wurde und die oberschlesischen Zinkhütten Weltruhm erlangten. Ruberg starb 1807 in Oberschlesien. Er wurde damals oft mit dem Erfinder des Porzellans, Johann Friedrich Böttcher, verglichen, denn wie dieser wurde auch Ruberg durch seine Erfindungen nicht glücklich. Besonders im fortgeschrittenen Alter soll er sehr vereinsamt gewesen sein, da ihm seine Erfolge nur Missgunst und Neid einbrachten. Auch hat Ruhberg es vor lauter Arbeit nie zu einer Familie gebracht.

Weitere Informationen unter: http://de.wikisource.org/wiki/ADB:Ruberg,_Johann_Christian

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2011

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Deutschland (k)ein Erfinderland von Bernd Sternal
Ein Abriss durch die Geschichte deutschen Erfindertums

mit biographischen Passagen sowie einigen Kommentaren und Einlassungen,
die hoffentlich zum Nachsinnen anregen
Deutschland (k)ein Erfinderland von Bernd Sternal

„Vergraben ist in ewiger Nacht der Erfinder großer Name zu oft. Was ihr Geist grübelnd entdeckte, nutzen wir; aber belohnt Ehre sie auch?“
Friedrich Gottlieb Klopstock (um 1760)


Der Autor Bernd Sternal (* 1956) ist gelernter Werkzeugmacher und Flugzeug-mechaniker sowie Dipl.-Ing. für Maschinenbau und Technologie. Er arbeitete als Manager in verschiedenen Branchen, war als Unternehmer, freiberuflicher Ingenieur und als Technologieberater tätig und er ist freier Erfinder mit zahlreichen nationalen und internationalen Patenten, Gebrauchs- und Geschmacksmustern. Seit 2006 ist er als Publizist und Autor tätig geworden. Mit dem Buch möchte er eine Brücke für Erfinder schlagen, sie aber auch aus seinem reichen Erfahrungsschatz schöpfen lassen. Auch möchte er einer breiten Leserschaft über das Erfindertum berichten, damit die Gesellschaft nicht vergisst, woher unser deutscher Wohlstand kommt und wie er zu erhalten ist. Denn erfolgreiche Erfinder sind auch Superstars, wenn auch fast immer im Verborgenen. Auch möchte er mit seinem Werk den Entschei-dungsträgern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft einen Spiegel vorhalten. Und letztendlich hat er versucht, hoffentlich intelligente und machbare Vorschläge aufzuzeigen, um dem Erfindertum in Deutschland wieder den Stellenwert einzuräumen, den es verdient – eine Spitzenposition.
Buchauszüge hier >>> www.deutschland-kein-erfinderland.de