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Robert Koldewey – der Wiederentdecker Babylons

Johannes Gustav Eduard Robert Koldewey wurde am 10. September 1855 in Blankenburg geboren. Er war Architekt und ein Pionier der vorderasiatischen Archäologie. Auch gilt er, zusammen mit Wilhelm Dörpfeld, als Vorreiter und Begründer der historischen Bauforschung.

Koldeweys Eltern waren Zollbeamte des Herzogtums Braunschweig. Die Kindheit verbrachte Richard Koldewey in Blankenburg, dann besuchte er das Gymnasium in Braunschweig. Im Jahr 1869 zog die Familie Koldewey nach Hamburg-Altona wo Richard auch seine Abiturprüfung ablegte. Nach einem Studium der Architektur, der Archäologie und der Kunstgeschichte in Berlin, München und Wien, das er ohne Abschluss beendete, nahm er eine Beamtenstelle als Regierungsbauführer bei der Freien und Hansestadt Hamburg an. Ein Onkel, Carl Koldewey (1837–1908), war Polarforscher und Admiralitätsdirektor in Hamburg. Von diesem wurde Richard wohl zu seinen Forschungs- und Abenteuerreisen inspiriert. Aus seiner Hamburger Zeit sind auch Kontakte zu Franz Andreas Meyer, dem Onkel des bekannten Altertumsforschers Eduard Meyer, und Alfred Lichtwark, dem ersten Leiter der Hamburger Kunsthalle, überliefert.


1882 quittierte Koldewey den Dienst in Hamburg und ging als Mitarbeiter des amerikanischen Ausgräbers Francis Henry Bacon auf seine erste Forschungsreise an die nördliche Mittelmeerküste nach Assos. Seine Arbeit dort war erfolgreich und brachte ihm 1885 den Auftrag des Deutschen Archäologischen Instituts für eine Ausgrabung in Lesbos ein. Es folgten weitere Ausgrabungen in Mesopotamien, wo er auf der Suche nach antiken Stätten war.

Von 1892 bis 1894 unternahm er gemeinsam mit Otto Puchstein zwei Reisen nach Süditalien und Sizilien, wo sie die dortigen Tempel vermaßen und beschrieben und zeichneten. 1894 erhielt er für seine Untersuchungen die Ehrenpromotion der Universität Freiburg. 1895 nahm Koldewey aus finanziellen Gründen eine Stelle als Lehrer an der Baugewerbeschule in Görlitz an, eine Tätigkeit, die ihm, wie aus seinen Briefen an Puchstein hervorgeht, nicht gefiel.

Im Winterhalbjahr 1897/98 reiste Koldewey zusammen mit dem Orientalisten Eduard Sachau nach Vorderasien um erfolgversprechende Orte für zukünftige Ausgrabungen ausfindig zu machen. In Babylon stieß er auf hochinteressante Reliefbruchstücke und Glasurziegel, die ausschlaggebend für die Auswahl als Grabungsort waren. Koldewey war nicht nur als Archäologe und Bauforscher erfolgreich, er konnte anscheinend seine Ideen, Thesen und Forschungsergebnisse gut verkaufen. So finanzierten die neu gegründete Deutsche Orient-Gesellschaft, der Preußische Staat und Kaiser Wilhelm II. seine aufwendige Expedition in Babylon.

Am 12. Dezember 1898 brach Koldewey an den Euphrat auf und am 26. März 1899 begannen die Ausgrabungen von Babylon im heutigen Irak. Koldeweys Tätigkeiten am Euphrat, zunächst nur auf fünf Jahre geplant, endeten erst 1917 durch den Einmarsch britischer Truppen in Bagdad im Zuge des Ersten Weltkriegs. In den 18 Jahren leitete er unter anderem ab 1903 auch die Ausgrabungen von Assur, Fara (Schuruppak), Abu Hatab und Uruk. Robert Koldewey fand die Prozessionsstraße von Babylon mit dem Ischtar-Tor, die Paläste Nebukadnezars und die Fundamente des im Alten Testament und bei Herodot erwähnten Turms zu Babel. Letztere wurden unter seiner Leitung teilweise ausgegraben.

Auch seine wissenschaftlichen Werke gelten noch heute als Standardwerke der archäologischen Forschung. Besonders seine Ausgrabungslogistik, und die damit verbundene Systematik der Grabungsgeschichte, gelten bis heute als vorbildlich. Auch bescheinigen Koldeweys Aufzeichnungen ihm ein außergewöhnliches zeichnerisches Talent.

Koldewey hatte bereits seit 1899 regelmäßig Funde nach Berlin gesandt, den größten Teil allerdings bei seiner Abreise im Jahre 1917 zurücklassen müssen. Mehrjährige Verhandlungen, die zu einer Fundteilung führten, waren gefolgt. Nachdem das von den Briten beförderte und seit 1921 bestehende Königreich Irak die Funde, die der Expedition zuletzt zugesprochen worden waren, freigegeben hatte, kamen 1926/27 insgesamt 536 Kisten aus Babylon in Berlin an, dabei allein 400 mit den von Koldewey gesammelten und aufgenommenen glasierten Ziegelstücken. Walther Andrae, Koldeweys ehemaliger Assistent und nunmehr Direktor des neugegründeten Vorderasiatischen Museums, ließ die Funde auswerten und in eine eigens für die Museumsräume entworfene Rekonstruktion des Bauwerks integrieren. 1930 wurden das Ischtar-Tor, die Prozessionsstraße und die Thronsaalfassade im Pergamonmuseum präsentiert, wo sie den Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs unversehrt überstanden und bis heute zu besichtigen sind.

Nach seiner Rückkehr aus dem Zweistromland ließ Koldewey sich in Berlin nieder und arbeitete als Kustos für auswärtige Angelegenheiten der Berliner Museen. 1921 unterstützte er Kollegen bei Ausgrabungen in Arkona auf Rügen, dabei auch Carl Schuchhardt, der später im Jahre 1925 Koldeweys Briefe herausgab. Koldewey starb nach längeren Leiden, die auf die Strapazen seiner Ausgrabungszeit im Orient zurückzuführen waren, am 04. Februar 1925 in Berlin. Auf dem Parkfriedhof Lichterfelde in Steglitz-Zehlendorf befindet sich sein Ehrengrab in Form einer Zikkurrat.

Die Koldewey-Gesellschaft wurde am 25. Juni 1926 in Bamberg, ein Jahr nach Koldeweys Tod, auf den Anstoß durch den Archäologen und Bauforscher Armin von Gerkan als Arbeitsgemeinschaft archäologischer Architekten gegründet und besteht als Vereinigung für baugeschichtliche Forschung bis heute.

Weitere Informationen unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Koldewey

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Copyright der Fotos Wikipedia
Copyright der Texte Bernd Sternal 2013

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