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Anwalt der Einheit – Lothar de Maizière

Der am 2. März 1940 in Nordhausen geborene de Maizière war der erste frei und demokratisch gewählte, und zugleich letzte, Ministerpräsident der ehemaligen DDR. De Maizière, der Ehrenbürger seiner Geburtsstadt Nordhausen ist, wird auch als „Anwalt der Einheit“ bezeichnet. Ob er ein guter oder ein schlechter „Anwalt“ war, mag jeder für sich selbst entscheiden. Sicherlich hätte bei der Wiedervereinigung einiges anders und auch besser gemacht werden können – sicherlich hat aber de Maizière auch nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt.

Schließlich war er kein Politprofi - ganz im Gegenteil – eigentlich war er Künstler. Nach dem Abitur in Berlin studierte de Maizière an der Musikhochschule „Hans Eissler“ Berlin von 1959 bis 1965 Viola. Er war danach bis 1975 als Bratschist an mehreren Orchestern, u. a. auch dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, tätig. Dann bekam er eine Nervenentzündung im Arm, die ihn an der weiteren Musikerkariere hinderte. De Maizière nach ein Maizière nahm ein Jura-Studium auf , das er 1975 erfolgreich abschloss. Seit 1975 ist er als Rechtsanwalt in Berlin tätig.

Er war in der DDR ab 1987 stellvertretender Vorsitzender des Kollegiums der Berliner Rechtsanwälte unter dem Vorsitzenden Gregor Gysi. Er besaß auch eine Rechtsanwaltszulassung zum Militärstrafsenat beim Obersten Gericht der DDR. Als Rechtsanwalt vertrat er bis 1989 vor Gericht vornehmlich Jugendliche, die wegen Wehrdienstverweigerung oder Teilnahme an pazifistischen Aktivitäten durch die Justiz der DDR verfolgt wurden.

Lothar de Maizière war seit 1956 Mitglied der DDR-CDU. Er stammt aus der politisch sehr aktiven Familie de Maizière. Sein Vater Clemens de Maizière (1906–1980), war ebenfalls Rechtsanwalt in der DDR, Synodaler der Berlin-Brandenburgischen Kirche und Mitglied der Ost-CDU, wo er einen Ortsverband leitete. Sein Onkel Ulrich de Maizière diente in der Reichswehr, der Wehrmacht und der Bundeswehr und war Generalinspekteur der Bundeswehr. Dessen Sohn, Lothar de Maizières Cousin Thomas de Maizière, ist seit 3. März 2011 Bundesverteidigungsminister.

Lothar de Maizière, der in der DDR-CDU keine Funktion hatte, wurde er in der friedlichen Revolution an die Spitze berufen und war von November 1989 bis 1990 Vorsitzender. Von Oktober 1990 bis zu seinem Rücktritt am 6. September 1991, war er Erster Stellvertretender Vorsitzender der gesamtdeutschen CDU. In dieser Zeit war er auch Landesvorsitzender der CDU in Brandenburg.

Am 18. November 1989 trat er als stellvertretender Vorsitzender des Ministerrates und als Minister für Kirchenfragen der DDR in die von Hans Modrow geführte DDR-Regierung ein. Am 5. Februar 1990 stellte Bundeskanzler Helmut Kohl in Berlin die „Allianz für Deutschland“ als künftigen Partner seiner Partei in der DDR vor. Das Wahlbündnis bestand aus den neu gegründeten Oppositionsgruppen Demokratischer Aufbruch (DA) und Deutsche Soziale Union (DSU) sowie der DDR-CDU als bestimmender Kraft. De Maizière war noch weitgehend unbekannt, als er in der ersten freien Volkskammerwahl 1990 als Spitzenkandidat der „Allianz für Deutschland“ kandidierte. Er kämpfte mit den Wahlslogans „Wohlstand für alle“ und „Wir sind ein Volk“ für das Amt des ersten frei gewählten Ministerpräsidenten der DDR. Der hohe Wahlsieg mit 48,1 Prozent für die Allianz war überwiegend auf die Erwartungen der DDR-Bevölkerung an die deutsche Wiedervereinigung und die D-Mark zurückzuführen, wofür die Ost-CDU eintrat, und ebenfalls auf die Popularität von Bundeskanzler Kohl, der de Maizières Wahlkampf unterstützte.

Nach der Wahl wurde er am 12. April 1990 zum Ministerpräsidenten der DDR gewählt, gleichzeitig wurde auch sein Kabinett bestätigt.

Am Tag der Deutschen Einheit – dem 3. Oktober 1990 – wurde de Maizière zum Bundesminister für besondere Aufgaben in der von Kohl geführten Bundesregierung ernannt.

Am 10. Dezember, wenige Tage nach der Bundestagswahl 1990, veröffentlichte das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ das Ergebnis von Recherchen, wonach de Maizière bei der Staatssicherheit als inoffizieller Mitarbeiter unter dem Decknamen „Czerni“ geführt worden sei.
De Maizière dementierte diese Vorwürfe, trat aber am 19. Dezember 1990 als Bundesminister zurück. Seine CDU-Parteiämter ließ er bis zur Wiederaufnahme nach einer von Wolfgang Schäuble am 22. Februar 1991 gegebenen Pressekonferenz, bei der dieser ihn entlastete, ruhen. Im September 1991 gab er den stellvertretender CDU-Vorsitz und andere Ehrenämter sowie sein Bundestagsmandat zurück. Seit 1996 ist er Inhaber einer Anwaltskanzlei in Berlin, mit Spezialisierung auf Fragen zur Wiedervereinigung.

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2012

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