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Das Künstlerehepaar Crola

Das Schicksal spielte Zufall und so fanden sich zwei Künstler, ein Maler und eine Malerin, weil sie dasselbe Quartier in Ilsenburg beanspruchten. Aus diesem Zufall wurde Liebe, Ehe, Familie und eine glückliche und kreative Künstlerpartnerschaft.

 

Künstlerpaar Crola aus Ilsenburg im Harz - Wikipedia

 


Der Maler war Georg Heinrich Crola (eigentlich Croll), der 1806 in Dresden geboren war. Er war der Sohn des Dresdner Großkaufmanns Croll, verlor allerdings schon mit 4 Jahren seine Eltern und wuchs bei seinen Großeltern in Meißen auf. Sein Großvater war Maler an der Königlich-Sächsischen-Porzellanmanufaktur. So scheint es nicht verwunderlich, wo der junge Heinrich sein Talent und auch seine Inspiration her hatte. Schon als Kind soll er ein fleißiger Maler und Zeichner gewesen sein. Mit 17 Jahren schickte ihn der Großvater zu den beiden Dresdner Malern Johann Christian Klengel und Johann David Schubert, die ihn in ihre Obhut nahmen und seine Lehrer wurden. Nach dem Tod seines Großvaters siedelte Heinrich, der sich zwischenzeitlich Crola nannte um den Militärdienst zu entgehen endgültig nach Dresden über und wurde Schüler von Caspar David Friedrich. Er wuchs in den berühmten Kreis der „Dresdner Romantiker“ hinein.

1828 verließ Crola Dresden und ging auf Wanderschaft. Er war die Auftragsmalerei am Hof überdrüssig und bezeichnete sie als „Kometenschwanzleben“. Auf seinen Reisen war er besonders von der Schönheit des Harzes angetan und nahm im Ilsetal in Ilsenburg ein Quartier. Schnell erkannte Graf Heinrich zu Stolberg-Wernigerode Crolas Talent und richtete ihm ein Atelier im Wernigeröder Schloss ein. Mit den Werken aus dieser Zeit, vor allem dem „Sonnenuntergang am Brocken“ und den Bildern aus dem Christianental bei Wernigerode erzielte er große Anerkennung und Erfolge auf Kunstausstellungen. Aber es zog ihn wieder in die Welt hinaus. In der Steiermark, im Salzburger Land, in Tirol, in München und am Rhein verbrachte er erfolgreiche Jahre. Aber 1840 zog es Crola wieder in den Harz zurück, nach Ilsenburg.

 

Georg Heinrich Crola (eigentlich Croll) aus Ilsenburg im Harz - Wikipedia

 

Die Malerin war Baronin Elisabeth Concordia von Weiher, geb. Frenkel, die 1809 in Berlin geboren war. Sie war die Tochter des Berliner Bankiers Frenkel und kam somit aus einem wohlhabenden Haus, in dem Kunst und Kultur einen hohen Stellenwert besaßen. Und in dem auch Berliner Malergrößen wie Begas, Rauch und Schadow ein- und ausgingen. Elisabeth zeigte sich schon früh künstlerisch begabt und auf anraten vom befreundeten Wilhelm von Schadow erhielt sie eine künstlerische Ausbildung. Doch ihre künstlerische Entwicklung erhielt eine Unterbrechung, als sie gegen den Willen der Eltern, mit 16 Jahren den Baron von Weiher heiratete. Aber diese kinderlose Ehe missglückte und wurde 1836 geschieden. Die junge Elisabeth zog sich auf das Land zurück und widmete sich ausschließlich der künstlerischen Arbeit. Und ganz besonders lernte sie den Harz lieben und hier das Ilsetal und Ilseburg. Dort nahm sie Quartier um zu arbeiten.

Heinrich Crola war zurück in Ilsenburg und wollte seine alte Wohnung gern wieder beziehen. Aber die war vermietet, an eine Baronin von Weiher. Crola wollte diese Dame gern kennen lernen. Das brauchte er aber nicht, denn er kannte sie bereits. Ein Malerkollege hatte ihm einige Jahre zuvor einen Besuch im Bankierhaus Frenkel in Berlin vermittelt. Dabei hatte er Elisabeth kennen gelernt und ihre Mal- und Zeichenkunst bewundert. Nun stand sie wieder vor ihm als Baronin von Weiher. Ein schicksalhaftes Zusammentreffen, aus Sympathie wurde Zuneigung, aus Zuneigung wurde Liebe. Im Oktober 1840 schlossen Heinrich und Elisabeth den Bund fürs Leben. Finanziell war das junge Paar abgesichert und unabhängig, da Elisabeth ein riesiges Vermögen von ihrem Vater geerbt hatte. Bereits 1841 kam ihr erstes Kind zur Welt, vier weitere sollten folgen. Im Jahr 1847 kaufte die Familie Crola gegenüber dem Schloss Ilsenburg ein altes, repräsentatives Fachwerghaus, dass sie zum Künstlerheim machten. Das „Crola-Haus“ in der Ilsenburger Mühlenstrasse 16 ist bis heute erhalten.

Neben der Familie stand die Beziehung aber auch im künstlerischen Bereich unter einem guten Stern. Beide waren sehr kreativ und schufen ein umfangreiches Werk. Aber sie fanden trotzdem noch Zeit für viele gemeinsame Reisen, die sie unter anderem in die Schweiz, nach Italien und Norwegen führten. Und das Crolasche Haus entwickelte sich zu einem Mittelpunkt des künstlerischen Lebens in der Grafschaft Wernigerode. Zu einigen Künstlern wie Wilhelm von Kügelgen und Ludwig Richter pflegte das Paar eine freundschaftliche Beziehung.

1866 brachte das Paar von einer Reise nach München eine Metallgussskulptur mit. Das „Kreuzigungsgruppe“ genannte Werk von Adam Kraft steht noch immer, seit 1991 restauriert, auf seinem angestammten Platz im Ilsenburger Kreuzfriedhof.

Die Crolas waren auch sonst in Ilsenburg und der Region sehr beliebt, denn sie waren sehr sozial eingestellt und leisteten viel Hilfe für Arme und Kranke. In Ilsenburg, das sie als ihre Heimat bezeichneten, stifteten sie z.B. ein „Altenstübchen“.

Doch dann, zu beginn der 60er Jahre des 19. Jahrhunderts, begann das Sehvermögen von Heinrich Crola stark nachzulassen. Zum Schluss konnte er nur noch mittels sehr starker Brillen arbeiten und malte 1867 sein letztes Bild mit dem Titel „Blick auf das Ilsetal und den Brocken vom Hochofen aus“. Trotzdem verbrachten sie noch schöne Jahre in Ilsenburg. 1878 stirbt Elise, wie sie immer genannt werden wollte, im Alter von 68 Jahren. Nur 11 Monate später folgt ihr Heinrich nach. Ihre letzte Ruhe fanden die beiden begnadeten Künstlerpersönlichkeiten auf dem Ilsenburger Kreuzfriedhof, zu Füßen der von ihnen gestifteten „Kreuzigungsgruppe“.

Die Crolas hinterließen ein sehr umfangreiches Gesamtwerk.
Von Elise sind mehr als 2000 Zeichnungen überliefert. Sie schuf unter anderen Porträts von prominenten Zeitgenossen wie Hegel, Tieck, Stahl und Cornelius. Weiterhin hinterließ sie Büsten und Plastiken sowie eine große Anzahl bemalter Porzellanartikel.
Heinrich hinterließ ca. 270 Gemälde und sehr viele Zeichnungen, davon sind insgesamt geschätzt ein Viertel aller Motive aus der Harzregion.
Heute sind die Werke der Crolas u.a. zu sehen im: Schlossmuseum Wernigerode, Hüttenmuseum Ilsenburg, Museum Halberstadt, Museum Blankenburg, Kunsthalle Hamburg, Kunsthalle Kiel, sowie in der Neuen Pinakothek in München.

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Copyright der Fotos Wikipedia und der Texte Bernd Sternal 2010

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