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Forstwissenschaftler Friedrich Wilhelm Leopold Pfeil

Friedrich Wilhelm Leopold Pfeil wurde am 28. März 1783 in Rammelburg, einem Ort in der Grafschaft Mansfeld, geboren, war ein Forst-Praktiker, Hochschullehrer und Forstwissenschaftler von internationalem Rang.

Seine Eltern waren der Justizamtmann in der Grafschaft Mansfeld und Schriftsteller Johann Gottlob Benjamin Pfeil (1732-1800) und Eva Clara Johanna Leonardine geborene Goeckingk († 1792), die Schwester des Dichters und Nationalökonomen Leopold Friedrich Günther von Goeckingk. Friedrich Wilhelm Pfeil war das vierte von insgesamt acht Kindern aus dieser Ehe.

Die Familie Pfeil wohnte im Schloss von Rammelburg. Sein Vater war neben seiner Tätigkeit als Gräflicher Amtmann auch Generalbevollmächtigter über die großen Güter der freiherrlich von Friese’schen Familie, wozu auch die Rammelburg gehörte. Ab 1797 besuchte Pfeil das Ascherslebner Gymnasium Stephaneum. Als sein Vater im Jahr 1800 plötzlich starb war die Familie mittellos und Pfeil musste vor dem Abitur das Gymnasium verlassen.

Aus Liebe zur Natur erlernte Pfeil den Beruf eines einfachen Försters, der damals auch als Jäger bezeichnet wurde. Nach Abschluss seiner Ausbildung ging er nach Niederschlesien, wo er zunächst als Forstgehilfe, ab 1806 dann als Förster angestellt war. 1807 heiratete er Albertine Beate Nowack (1791-1870). Aus der Ehe gingen eine Tochter und drei Söhne hervor.

Obwohl Wilhelm Pfeil als Privatförster nie beim Militär gedient hatte, nahm er 1813 an den Befreiungskriegen gegen Napoleon teil und kommandierte dabei eine Landwehr-Kompanie. Zurück in Niederschlesien machte Pfeil schnell Karriere: 1815 wurde er zum Oberförster, 1816 zum Forstmeister befördert. In jenen Jahren in Niederschlesien begann Pfeil sich im Selbststudium, die bisher fehlenden theoretischen Kenntnisse – er hatte nie eine Forstschule oder gar eine Universität besucht – anzueignen. Innerhalb weniger Jahre erwarb er das Wissen der gesamten damals zur Verfügung stehenden forstlichen Literatur. Durch zahlreiche Veröffentlichungen machte sich Pfeil in der Forstwissenschaft schnell einen Namen.

Besondere Aufmerksam erlangte er durch sein 1816 veröffentlichtes Werk „Über die Ursachen des schlechten Zustandes der Forsten und die allein möglichen Mittel ihn zu verbessern, mit besonderer Rücksicht auf die Preußischen Staaten.“ Es folgte im Jahr 1820 seine Abhandlung „Über forstwissenschaftliche Bildung und Unterricht im allgemeinen mit besonderer Anwendung auf den preußischen Staat“, die für seinen weiteren beruflichen Werdegang die maßgeblichen Weichen stellte. Georg Ludwig Harting hatte 1821 für die Preußische Forstakademie an der Universität Berlin einen Lehrstuhl eingerichtet, mit dessen Leitung er Pfeil betraute. Er erhielt die Titel Oberforstrat und Professor. Damit war der Autodidakt, der über keine akademische Ausbildung verfügte, zum Mitglied der seinerzeit bedeutendsten deutschen Universität geworden – ein auch für die damalige Zeit einmaliger Vorgang.

Pfeil kam in Berlin in Kontakt zu namhaften Wissenschaftlern seiner Zeit. Georg Wilhelm Friedrich Hegel, später Rektor der Berliner Universität, verlieh ihm 1821 die Ehrendoktorwürde der Philosophischen Fakultät. Die bedeutenden Universalgelehrten Wilhelm und Alexander von Humboldt bestärkten Pfeil in seinem Bestreben nach praxisnaher Forschung. Prof. Pfeil lehnte daher eine Universitätsausbildung für Forstleute ab. 1830 erreichte er, dass die Akademie als Königlich Preußische Höhere Forstlehranstalt nach Neustadt-Eberswalde verlegt und dort von Pfeil geleitet wurde. Dort konnte er die forstwirtschaftliche Lehre mit der Praxis im Wald verbinden. Er lehrte bis 1859 die wichtigsten forstlichen Fächer selbst.

Wilhelm Pfeil, der 1859 als Geheimer Oberforstrat in den Ruhestand gegangen und ins Riesengebirge nach Hirschberg gezogen war, starb noch im gleichen Jahr während eines Kuraufenthaltes im benachbarten Bad Warmbrunn. Er wurde am 7. September 1859 in Hirschberg beigesetzt.

Dokumente und Archivalien von und über Prof. Dr. Wilhelm Pfeil sind im Historischen Fundus der Fachhochschule Eberswalde und im Archiv der Humboldt-Universität Berlin (Bestand Forstliche Hochschule) verwahrt.

Zur Ehrung von Wilhelm Pfeil und zur Erinnerung an sein Lebenswerk wurde im Jahr 1865 in der Nähe des Dambachhaus bei Thale ein Denkmal errichtet. Das Dambachhaus ist ein Forsthaus unweit des Bodetals bei Treseburg am 454 m ü. NN gelegenen Großen Dambachkopf; das Denkmal steht etwa 50 m nordwestlich davon an einer Wegkreuzung.

Das Denkmal ist umzäunt und besteht aus einem wuchtigen Sockel, auf dem ein kapitaler Hirsch thront. Es wurde zu seinem Andenken von seinen Schülern durch Spenden finanziert und von Professor Mencke, einem Berliner Bildhauer, geschaffen. Die Ortswahl geschah auf Grund der Tatsache, dass Pfeil diese Gegend regelmäßig zwecks Erholung und Jagd aufsuchte und in den Forsten um Thale mit den Studenten der Forstakademie praktische Übungen zur Einteilung und Bewertung der Wälder durchführte. 1825 traf er sich hier auch mit Heinrich Cotta. Seinem Wunsch, hier begraben zu werden, kam seine Familie jedoch nicht nach. Das Pfeil-Denkmal spielt in einer Schlüsselszene des Romans Cécile von Theodor Fontane eine Rolle. Es ist als Nr. 68 in das System der Stempelstellen der Harzer Wandernadel einbezogen.

Weitere Informationen unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Pfeil

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Copyright der Fotos Wikipedia und der Texte Bernd Sternal 2014

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