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Einar Schleef - der Multikünstler

Einar Schleef war ein sehr vielseitig begabter Künstler. Geboren wurde er 17. Januar 1944 in Sangerhausen als zweiter Sohn des Architekten Wilhelm Schleef und seiner Frau Gertrud (geb. Hoffmann).

Schleef hatte eine Kindheit, die zum Teil von der konfliktgeladenen Ehe seiner Eltern geprägt war. Schon in der Schule wurde Einars Talent zum Zeichen und Malen erkannt. Sein Vater aber brachte den künstlerischen Versuchen seines Sohnes wenig Unterstützung entgegen.

Da Einar Schleef in der Schule stotterte wurde er als Eigenbrötler abgestempelt. Auch war er in der Kindheit kränklich und litt unter anderem an Tuberkulose. Mit sechzehn Jahren, am 13. Februar 1960, erleidet Schleef einen schweren Unfall, als er bei voller Fahrt aus einer ungesicherten Eisenbahntür hinausstürzt. Fast ein Jahr muss er im Krankenhaus verbringen und in Ergebnis dessen zwei Schuljahre wiederholen.

Im Jahr 1961 wollen Schleefs Eltern mit ihm in den Westen fliehen, sein älterer Bruder hatte bereits 1957 die DDR verlassen. Aber Einar sträubt sich dagegen, dann wird die Grenze errichtet und ihm wird die Schuld an der misslungenen Flucht zugeschoben.

1963 absolviert er die Aufnahmeprüfung an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee mit Erfolg und erhält - schon vor seinem Abitur - einen Studienplatz. 1964 legt er das Abitur ab und beginnt anschließend sein Studium der Malerei und Bühnenbildkunst.

Seine Studienzeit verläuft äußerst wechselvoll, denn er ist kein einfacher Zeitgenosse. Er wird relegiert, neu immatrikuliert und entgeht nur knapp einer zweiten Relegierung. 1971 erwirbt er dann sein Diplom. Aber seine Begabung wird erkannt! Noch 1971 wird Schleef als Meisterschüler bei Karl von Appen an der Deutschen Akademie der Künste zu Berlin aufgenommen. Von Appen wird zum wichtigsten Lehrer für ihn.

Von 1972 bis 1976 arbeitete Schleef schwerpunktmäßig als Bühnenbildner und Dramaturg am Berliner Ensemble; auch diese Schaffensperiode war konfliktgeladen.

1976 erhielt Schleef ein Angebot vom Wiener Burgtheater, das er annehmen durfte. Dort erhielt er die Nachricht von der Ausbürgerung Wolf Biermanns. Schleef fasste den Entschluss im Westen zu bleiben. Es gelingt ihm nicht sofort, wieder am Theater Fuß zu fassen. Seine Freundin Gabriele Gerecke wird bei einem Fluchtversuch aus der DDR verhaftet. Schleef fällt in eine Depression. Von 1978 bis 1981 studiert er an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin Regie. Zugleich schreibt er an Stücken, Fototextbänden und von 1978 bis 1984 an dem zweibändigen Werk Gertrud, dem monumentalen inneren Monolog über seine Mutter. Mit diesem Buch und mehreren Erzählungen, die in der DDR spielen, bekämpft er zugleich sein obsessives Heimweh. Schleefs literarische Werke werden bei Suhrkamp verlegt. 1982 erhält er den dritten Preis beim renommierten Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb.

1985 wird Schleef Hausregisseur am Schauspielhaus Frankfurt. „Schleef brach über das westdeutsche Theater herein wie eine Naturkatastrophe [...]. Die Erfahrung, die Schleef den Kritikern und großen Teilen des Publikums vermittelte, kam einer Verletzung gleich. Die Presse schoss zurück und fand schnell ihren Wortschatz, mit dem sie Schleef zu erledigen glaubte: Von 'Nazi-Theater', 'Wehrsportgruppe' und ähnlichem war zu lesen.“

Mit Ende der Spielzeit 1989/1990 endet die Intendanz Günther Rühles- und damit auch Schleefs Bindung an das Frankfurter Theater.

Nach der Wiedervereinigung folgt erneut ein „Gastspiel“ Schleefs beim Berliner Ensemble. Es folgt ein Fünf-Jahres-Vertrag mit den Staatlichen Schauspielbühnen Berlin, aber schon 1993 beschließt der Berliner Senat die Schließung des Theaters.

Im Januar 1995 wird am Staatstheater Schwerin Schleefs Stück Totentrompeten uraufgeführt. Er erhält dafür den Mülheimer Theaterpreis. Im gleichen Jahr holt Heiner Müller Schleef an das Berliner Ensemble zurück, aber es gibt erneute Querelen und Einer wird fristlos entlassen.

Es folgen Inszenierungen am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Burgtheater Wien, am Deutschen Theater Berlin. Auch lehrt an verschiedenen Hochschulen. Im Jahr 2000 holte ihn Intendant Claus Peymann an das Berliner Ensemble zurück.

Im Januar 2001 erleidet Schleef eine Herzattacke. Im Mai übergibt er dem Suhrkamp Verlag die Materialien zu seinen Tagebüchern. Der Verlag lehnt die Veröffentlichung zunächst ab. Die Tagebücher erscheinen erst ab 2006 in einer fünfbändigen Ausgabe.

Am 21. Juli 2001 erliegt Einar Schleef im Berliner Paulinenkrankenhaus seinem Herzleiden. Das Krankenhaus hat Schwierigkeiten, Angehörige oder Freunde zu finden, und wendet sich schließlich an Schleefs Anwalt. Erst elf Tage nach seinem Tod gelangt die Nachricht an die Öffentlichkeit. Am 15. August 2001 wird Einar Schleef in seiner Heimatstadt Sangerhausen beerdigt.

Einar war Theater-Regisseur, Schriftsteller, Bühnenbildner, Maler, Fotograf, Grafiker und Schauspieler. Seit den siebziger Jahren haben insbesondere seine Theaterarbeiten Maßstäbe gesetzt. Einar Schleefs gesamtes Werk hier zu benennen würde diesen Rahmen sprengen.

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2014

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