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Wer hat das Dynamit erfunden - ein Harzer?

Nicht die Schweizer waren es, auch nicht die Schweden – es war ein Deutscher.
Mit Dynamit verbindet die Welt den Namen des Schweden Alfred Nobel. Aber der war nicht der wahre Erfinder, er war nur, wie so oft in der Erfinder- und Patentszene, der gewiefteste Geschäftsmann.

Schon ab 1632 wurde in Europas größtem Bergbaugebiet, dem Harz, das Sprengverfahren eingeführt. Damals mit Schwarzpulver, als Schießen bezeichnet, revolutionierte es den Abbau. Aber dieses Schießen war auch Teuer und vor allem sehr gefährlich. Nachdem das Bohrloch mit Schwarzpulver gefüllt war, wurde es mit einem Schließpflock verschlossen, was man „besetzen“ nannte. Dieser Holzpflock wurde dann in das Bohrloch geschlagen, um das Schwarzpulver zu verdichten. Bei diesen notwendigen Vorarbeiten kam es häufig zu unkontrollierten Zündungen, was dann immer Verletzte oder Tote zur Folge hatte.

1647 kam der Harzer Bergmann Karl Zumbe auf die Idee die Bohrlöcher mit einem Lehm-Ton-Gemisch zu verschließen. Dieses Verfahren wurde als „Lettenbesatz“ bezeichnet. Letten sind eisenoxidreiche Schiefertone, die diesem Verfahren ihren Namen gaben. Nun war es ohne mechanische Gewalt möglich das Bohrloch zu verschließen und das Pulver zu verdichten, was zu einer erheblichen Abnahme der Unfälle führte. Dieses Verfahren wurde zuerst in der Clausthaler Grube „Englische Treue“ eingeführt und später für alle Gruben vorgeschrieben. Zusätzlich begann man das Pulver in Lederhülsen zu füllen um es vor Feuchtigkeit zu schützen. Bei besonders feuchten Bohrlöchern wurden die Lederhülsen durch geleimte oder gewachste Papierhülsen ersetzt.

Zweihundert Jahre später, 1847, erfand der italienische Chemiker Ascanio Sobrero „Nitroglycerin“. Dieser Salpetersäuretriester ist eine farblose, geruchlose und schlecht wasserlösliche Flüssigkeit, die stark stoß- und erschütterungsempfindlich ist. Diese umgangssprachlich als „Sprengöl“ bezeichnete Stickstoff-Sauerstoff-Verbindung neigt daher schnell zur Explosion.

Bereits in den 1860er Jahren wurde dieser neue Wundersprengstoff in den Harzer Bergwerken eingeführt. Nitroglycerin steigerte zwar die Wirtschaftlichkeit der Gruben, brachte aber auch erhebliche Risiken mit sich. Schon sein Transport war stark risikobehaftet, seine Anwendung und der Grube nicht weniger. Viele Unfälle mit verheerenden Folgen schrieen nach technischen und technologischen Veränderungen. Bergrat Friedrich Schell, der diese Unfälle sehr ernst nahm und darüber für seine Zeit unübliche Unfallstatistiken führte, nahm sich diesem Problem an. Seine Intension war das gefährliche „Sprengöl“ zu binden, damit es kontrollierter gehandhabt werden konnte. Friedrich Schell ist sein Vorhaben gelungen! Er nahm Pochsand (stark zerkleinerte Erze), füllte ihn in wachsgetränkte Papphülsen und tränkte diese „Patrone“ mit Nitroglycerin. Das Problem war beseitigt und Schell konnte sich als Erfinder der Sprengpatrone ansehen, was er aber wohl nicht tat.

Zu jener Zeit experimentierte der aus wohlhabendem Hause stammende Schwedische Physiker und Chemiker Alfred Nobel mit dem Sprengstoff Nitroglycerin. Seine Bestrebungen und Versuche waren aber nicht erfolgreich, im Gegenteil, sie forderten zahlreiche Tote, unter anderem den seines Bruders Emil. Nobel begab sich etwa Mitte der 1860er Jahre auf eine Deutschlandreise und hatte auch ein Versuchslabor in Krümmel, nahe Hamburg, eingerichtet. Seine Reisen führten ihn auch in den Harz, wo er von dem Schellschen Verfahren sehr angetan gewesen sein soll. Nobel tauschte dann den Pochsand gegen Kieselgur, das bezüglich seiner Grobporigkeit in der Lage war das Sprengöl aufzusaugen. Die Legende allerdings besagt, dass dieser Austausch auch allein auf einem Zufall beruhte. Wie dem auch sei, Nobel erkannte die Vorzüge dieser breiigen Masse, nannte sie „Dynamit“ und meldete sie weltweit zum Patent an.

Alfred Nobel wurde mit seiner Erfindung, die nicht seine war, weltbekannt und über alle Maßen reich. Friedrich Schell ist in Vergessenheit geraten, dabei hätte ihm der Lorbeerkranz gebührt.

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Copyright der Abbildungen und der Texte Bernd Sternal 2011

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Deutschland (k)ein Erfinderland von Bernd Sternal
Ein Abriss durch die Geschichte deutschen Erfindertums

mit biographischen Passagen sowie einigen Kommentaren und Einlassungen,
die hoffentlich zum Nachsinnen anregen
Deutschland (k)ein Erfinderland von Bernd Sternal

„Vergraben ist in ewiger Nacht der Erfinder großer Name zu oft. Was ihr Geist grübelnd entdeckte, nutzen wir; aber belohnt Ehre sie auch?“
Friedrich Gottlieb Klopstock (um 1760)


Der Autor Bernd Sternal (* 1956) ist gelernter Werkzeugmacher und Flugzeug-mechaniker sowie Dipl.-Ing. für Maschinenbau und Technologie. Er arbeitete als Manager in verschiedenen Branchen, war als Unternehmer, freiberuflicher Ingenieur und als Technologieberater tätig und er ist freier Erfinder mit zahlreichen nationalen und internationalen Patenten, Gebrauchs- und Geschmacksmustern. Seit 2006 ist er als Publizist und Autor tätig geworden. Mit dem Buch möchte er eine Brücke für Erfinder schlagen, sie aber auch aus seinem reichen Erfahrungsschatz schöpfen lassen. Auch möchte er einer breiten Leserschaft über das Erfindertum berichten, damit die Gesellschaft nicht vergisst, woher unser deutscher Wohlstand kommt und wie er zu erhalten ist. Denn erfolgreiche Erfinder sind auch Superstars, wenn auch fast immer im Verborgenen. Auch möchte er mit seinem Werk den Entschei-dungsträgern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft einen Spiegel vorhalten. Und letztendlich hat er versucht, hoffentlich intelligente und machbare Vorschläge aufzuzeigen, um dem Erfindertum in Deutschland wieder den Stellenwert einzuräumen, den es verdient – eine Spitzenposition.
Buchauszüge hier >>> www.deutschland-kein-erfinderland.de