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Die erste deutsche Ärztin - Dorothea Erxleben

Die 1715 als Tochter eines Arztes in Quedlinburg geborene Dorothea Leporin war ein zartes und kränkliches Kind. Aber das war nur ihre körperliche Konstitution, ihre geistige dagegen war außergewöhnlich. Schon im Kindesalter interessierte sie sich sehr für Naturwissenschaften und erwarb außerdem außergewöhnliche Lateinkenntnisse. Zusammen mit ihrem Bruder wurde sie vom Vater in Naturwissenschaften und Medizin unterwiesen. Aber der Vater unterrichtete sie nicht nur, er nahm sie sogar zu den Patienten mit und ließ sich später von ihr in seiner Praxis vertreten.

Wenn wundert es, dass Dorothea dann den Wunsch hegte Medizin zu studieren. Damals war es aber noch absolut unüblich, dass Frauen Medizin studieren – ihr wurde daher der Zugang zur Universität verwehrt. Daraufhin wandte sich ihr Vater an Friedrich den Großen, der 1741 die Universität Halle anwies, Dorothea Leporin zur Promotion zuzulassen. Die hatte aber inzwischen den Diakon Johann Christian Erxleben geheiratet, der als Witwer vier Kinder in die Ehe einbrachte und deren Erziehung sie sich vorerst widmete. Dorothea Erxleben war also keine frühe Feministin, die für die Gleichberechtigung der Frauen in den Kampf zog, sondern sie nahm die von ihr erwartete Rolle als Mutter und Ehefrau vorerst an. Sie nahm die Aufgabe als Stiefmutter sehr ernst und bekam außerdem noch vier eigene Kinder. Zwei ihrer Söhne, der Naturwissenschaftler Johann Christian Polycarp Erxleben und der Rechtswissenschaftler Johann Heinrich Christian Erxleben, wurden geachtete Gelehrte.


Dorothea Erxleben hatte somit als Hausfrau und Mutter eines Zehnpersonen-Haushalts alle Hände voll zu tun. Dies hielt sie aber nicht davon ab weiter zu praktizieren und 1747 dann die väterliche Praxis zu übernehmen. Zu Beginn ihrer ärztlichen Tätigkeit wurde sie, wegen ihrer fehlenden universitären Ausbildung, als Dilettantin abgestempelt. In der Schrift „Gründliche Untersuchung der Ursachen, die das weibliche Geschlecht vom Studiren abhalten“ wehrte sie sich 1740 gegen die Vorwürfe: „Die Verachtung der Gelehrsamkeit zeigt sich besonders darin, dass das weibliche Geschlecht vom Studieren abgehalten wird. Wenn etwas dem größten Teil der Menschheit vorenthalten wird, weil es nicht allen Menschen nötig und nützlich ist, sondern vielen zum Nachteil gereichen könnte, verdient es keine Wertschätzung, da es nicht von allgemeinem Nutzen sein kann. So führt der Ausschluss vieler von der Gelehrsamkeit zu ihrer Verachtung. Dieses Unrecht ist ebenso groß wie dasjenige, das den Frauen widerfährt, die dieses herrlichen und kostbaren Gegenstandes beraubt werden.“

Dann aber, nach der Praxisübernahme verstarb eine Patientin während ihrer Behandlung in der Praxis. Auf Grund dessen wurde sie von männlichen Kollegen wegen „medicinischer Pfuscherey“ angezeigt. Als Reaktion darauf entschloss sich die inzwischen 39jährige ihre Promotion nachzuholen. Im Januar 1754 reichte sie ihre Dissertation mit dem Titel „Quod nimis cita ac quounde curare saepius fiat causa minus tutae curationis“ und ein Jahr später auf Deutsch unter dem Titel „Academische Abhandlung von der gar zu geschwinden und angenehmen, aber deswegen öfters unsicheren Heilung der Krankheiten“, ein. Am 6. Mai 1755 trat sie an der Universität Halle (Saale) zum Promotionsexamen an, das sie mit großem Erfolg ablegte.

Nach diesem Erfolg, sie war die erste promovierte Ärztin Deutschlands, lebte sie ihr Leben wie zuvor weiter, war Mutter, Hausfrau, Pastorenfrau und behandelte Patienten in ihrer Praxis. Wie es heißt, blieb Dorothea Erxleben bis zu ihrem Tod im Jahr 1762 in Quedlinburg die angesehene Frau Pastorin. In der Geschichte bleibt ihr der Verdienst, sich im medizinischen Sektor als erste Frau in dieser männerdominierten Kaste durchgesetzt zu haben.

Weitere Informationen: http://de.wikipedia.org/wiki/Dorothea_Christiane_Erxleben

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Copyright der Fotos Wikipedia und der Texte Bernd Sternal 2012

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