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Georg Ludwig Wilhelm Dörell – ein bahnbrechender Erfinder

Georg Ludwig Wilhelm Dörell gehört zur ersten Garde der deutschen und internationalen Erfinder, auch wenn sein Name kaum bekannt ist.

Dörell ist der Erfinder der Fahrkunst. Dieser Begriff aus dem Bergbau bezeichnet ein Transportgerät, das die Bergleute in den Schacht und wieder hinaus befördert. Prinzipiell wurde an einem Wasserrad exzentrisch ein Gestänge befestigt, das die Drehbewegung in eine Längsbewegung wandelte. Dieses Kunstgestänge betätigte ein wippenähnliches, bewegliches Drehkreuz – Kunstkreuz genannt. An zwei Drehpunkten des Kunstkreuzes waren lange Stangen oder Seile befestigt, die sich vertikal in den Schacht bewegten. 

Dörell kam am 17.12.1793 in Clausthal als Sohn einer alten Bergmannsfamilie zur Welt. Ihm war der Bergbau praktisch in die Wiege gelegt worden. Nach dem Schulbesuch ging er 1812/13 auf die Clausthaler Bergschule und nach praktischer Arbeit in den Oberharzer Gruben nahm er 1815 an der Bergakademie zu Freiberg ein Bergbaustudium auf. Nach beendetem Studium wurde er Geschworener in Katzhütte und 1822 Einfahrer im Zellerfelder Bergrevier. Als Berggeschworenen in Clausthal inspirierten ihn 1833 der dortige Berghauptmann Friedrich von Reden und der Oberbergrat Wilhelm August Julius Albert mit der Idee, ein Personenbeförderungsgerät für die Ein- und Ausfahrt der Bergleute zu entwickeln. Dörell baute ein Funktionsmodell, nach welchem in den 190 Meter tiefen Spiegelthals-Hoffnunger-Richtschacht ein solches Personenbeförderungsgerät eingebaut wurde, dass man Fahrkunst nannte. Als sich diese bewährt hatte, wurden in den Gruben des Oberharzes allgemein Fahrkünste eingeführt. Bald darauf wurden sie auch in die mansfeldischen, sächsischen und westfälischen Bergwerke eingebaut und auch in Belgien, Böhmen oder England fanden Fahrkünste schnell Verwendung.

Künste im Bergbau: vom Kunstrad bis zur Fahrkunst - Copyright Wikipedia: Animation von Paul Lenz

Angesichts des vorher äußerst anstrengenden und langwierigen Ein- und Ausfahrens bedeutete die Fahrkunst eine ganz erhebliche Erleichterung. Man konnte mit ihr ohne körperliche Anstrengung innerhalb von fünf Minuten etwa 100 Höhenmeter bewältigen. Damit wurden Kräfte frei, um weiter in noch größere Tiefen zum Erzabbau vorzudringen. Zuvor benötigten Bergleute zum Teil eine Stunde für den Einstieg und nochmals eine Stunde für den Ausstieg, eine enorme körperliche Belastung, die natürlich die Leistungsfähigkeit stark schmälerte. Die längsten Fahrkünste erreichten Tiefen von etwa 800 Metern, die mussten zuvor über Leitersysteme bewältigt werden.

Die Erfindung von Wilhelm Dörell war für den Bergbau eine der bedeutendsten Innovationen und war weltweit im Einsatz. Die Fahrkunst kann daher als ein Meilenstein in der Bergbaugeschichte angesehen werden, die wiederum eine Triebfeder der Industriellen Revolution war.
Wilhelm Dörell wurde 1841 Oberberggeschworener und 1848 Bergmeister zu Zellerfeld, wo er am 30.10.1854 auch verstarb.

Weitere Informationen: Oberharzer Bergwerksmuseum Clausthal-Zellerfeld,
www.wissenswertes.ausflugsziele-harz.de/ausflugsziele-sehenswertes/harzer-persoenlichkeiten/drahtseil-erfinder-albert.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Oberharzer_Bergbau

>>> Gastgeber in Clausthal-Zellerfeld

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Copyright der Fotos Bernd Sternal
Copyright der Animation Fahrkunst:  Paul Lenz (Wikipedia)
Copyright der Texte Bernd Sternal 2013

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Deutschland (k)ein Erfinderland von Bernd Sternal
Ein Abriss durch die Geschichte deutschen Erfindertums

mit biographischen Passagen sowie einigen Kommentaren und Einlassungen,
die hoffentlich zum Nachsinnen anregen
Deutschland (k)ein Erfinderland von Bernd Sternal

„Vergraben ist in ewiger Nacht der Erfinder großer Name zu oft. Was ihr Geist grübelnd entdeckte, nutzen wir; aber belohnt Ehre sie auch?“
Friedrich Gottlieb Klopstock (um 1760)


Der Autor Bernd Sternal (* 1956) ist gelernter Werkzeugmacher und Flugzeug-mechaniker sowie Dipl.-Ing. für Maschinenbau und Technologie. Er arbeitete als Manager in verschiedenen Branchen, war als Unternehmer, freiberuflicher Ingenieur und als Technologieberater tätig und er ist freier Erfinder mit zahlreichen nationalen und internationalen Patenten, Gebrauchs- und Geschmacksmustern. Seit 2006 ist er als Publizist und Autor tätig geworden. Mit dem Buch möchte er eine Brücke für Erfinder schlagen, sie aber auch aus seinem reichen Erfahrungsschatz schöpfen lassen. Auch möchte er einer breiten Leserschaft über das Erfindertum berichten, damit die Gesellschaft nicht vergisst, woher unser deutscher Wohlstand kommt und wie er zu erhalten ist. Denn erfolgreiche Erfinder sind auch Superstars, wenn auch fast immer im Verborgenen. Auch möchte er mit seinem Werk den Entschei-dungsträgern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft einen Spiegel vorhalten. Und letztendlich hat er versucht, hoffentlich intelligente und machbare Vorschläge aufzuzeigen, um dem Erfindertum in Deutschland wieder den Stellenwert einzuräumen, den es verdient – eine Spitzenposition.
Buchauszüge hier >>> www.deutschland-kein-erfinderland.de