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Chemiker Albert Baur

Albert Baur wurde am 13. April 1856 in Gernrode geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums studierte Baur Chemie und promovierte anschließend.

Bei Forschungen zu einem effektiven Sprengstoff stieß Baur auf eine Substanz, die einen moschusähnlichen Duft verbreitete. Als Moschus wird ein Duftstoff bezeichnet, der ursprünglich aus einem Drüsensekret vom Moschustier gewonnen wurde. Er ist seit dem Altertum einer der gefragtesten und teuersten Duftstoffe.

Dr. Albert Baur war nicht nur ein begnadeter Chemiker, er war auch ein geschäftstüchtiger Kaufmann. Als solcher erkannte er seine Chance und entwickelte den entdeckten Duftstoff weiter. Mehrere hochsubstituierte Nitrobenzolderivate wurden schließlich zur Klasse der Nitromoschusverbindungen (NMV) zusammengefasst. Sein Verfahren zur Herstellung von künstlichem Moschus meldete er zum Reichspatent an. Da die Herstellungskosten für den künstlichen Moschus damals pro Kilo nur etwa 30,00 RM, für tierischen Moschus aber 6.000,00 RM betrugen, gab es erhebliche Gewinnmargen.

Kurze Zeit später brachte eine Leipziger Firma ebenfalls künstlichen Moschus auf den Markt, des in seiner chemischen Zusammensetzung mit Baurs Duftstoff identisch war. Die Leipziger bestritten aber Baurs Verfahren genutzt zu haben. Es kam zu einem langen und komplizierten Gerichtsverfahren, das als sogenannter „Moschusprozess“ Gerichts- und Rechtsgeschichte schrieb. Erstmals konnte auf naturwissenschaftlicher Basis die Beweisführung angetreten werden, die auch von den Fachgutachtern anerkannt wurde. Albert Baurs Anwalt führte den Beweis, dass das Verfahren der Leipziger Firma mit dem patentrechtlich geschützten Verfahren identisch war – Baur konnte damit den Prozess für sich entscheiden. Der junge Doktor der Chemie kam so schon in jungen Jahren zu erheblichem Wohlstand, denn sein Verfahren wurde auch im Ausland genutzt.

Fortan war Baur mit großem Engagement in Gernrode und der Harzregion in vielen Ehrenämtern tätig, so auch im Harzklub. Im Jahr 1893 heiratete er Irma Münzel aus Bad Suderode. Für seine Familie erbaute er an der Gernröder Hauptstraße, der heutigen Otto-Franke-Straße, eine schlossähnliche Villa, die er nach seiner Ehefrau „Villa Irma“ nannte. Diese beeindruckende Villa im Jugendstil erlebte in den Jahren nach 1933 eine sehr wechselvolle Geschichte. Seit dem Jahr 2014 ist sie von dem neuen Privatbesitzer vollständig saniert und restauriert worden und erstrahlt in neuem Glanz.

Dr. Albert Baur, der auch zum Professor ernannt wurde, war zeitlebens sehr aktiv. So entwickelte er noch ein erfolgreiches Flohpulver, baute Arzneipflanzen – darunter mediterrane Kräuter wie Salbei, Rosmarin und Weinraute – auf dem Bückeberg an und war Förderer, Mäzen und tatkräftiger Mitgestalter zahlreicher Projekte.

Sein einziger Sohn Herbert, geb. am 06.10. 1894 hatte seine Reifeprüfung 1914 im Francisceum in Zerbst gemacht und anschließend Chemie studiert und promoviert. Dann war er als Drogist nach Hannover gegangen.
Albert Baur starb am 29. August 1933 in Gernrode.

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2014

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