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Karl Bloßfeldt – Pionier der Pflanzenfotografie

1822 gelingt dem französischen Advokaten Joseph Nicéphore Niépce erstmals das Anfertigen einer lichtbeständigen Kupferstichkopie auf einer Glasplatte. J.N. Niépce gilt seitdem als Erfinder der Fotografie. 1826 nimmt er das älteste erhaltene Bild, Heliografie genannt, auf eine asphaltbeschichtete Zinnplatte auf, was eine Belichtungszeit von acht Stunden erforderlich machte.

Erste praxistaugliche Verfahren wurden dann bis 1888 entwickelt und mit Fertigung de Kodak Nr.1 begann die Industrialisierung der Fotografie. In diese Zeit fiel auch der Beginn der fotografischen Leidenschaft des Karl Bloßfeldt. Geboren 1865 in Schielo, besuchte er die Realschule in Harzgerode. Nach Erwerb der mittleren Reife absolvierte Bloßfeldt von 1881-83 eine Lehre als Bildhauer und Modelleur in der Anhaltischen Kunstgießerei Mägdesprung. Schon während seiner handwerklichen Ausbildung, die Grundlage für seinen weiteren Berufsweg war, nutzte er Fototechnik für Vorlagen von Verzierungen.

Neunzehnjährig erhielt er ein Stipendium für ein Grundstudium an der Unterrichtsanstalt des Berliner Kunstgewerbemuseums. Während seines Studiums von 1884-90 arbeitete er am Projekt seines Zeichenlehrers Prof. Moritz Meurer zur Herstellung von Unterrichtsmaterialien für ornamentale Gestaltung mit, was einen Aufenthalt in Rom beinhaltete. Es folgten weitere Exkursionen in Italien, Griechenland und Nordafrika, den Fotoapparat immer im Gepäck. Er legte Fotomappen mit Pflanzendarstellungen an, die zum Teil auch veröffentlicht wurden.

1898 begann Karl Bloßfeldt seine Lehrtätigkeit an der Kunstgewerbeschule, an der er ein Jahr später Dozent im Lehrfach „Modellieren nach Pflanzen“ wurde. Karl Bloßfeldt blieb seiner Leidenschaft, dem Fotografieren, immer treu . Mit selbstgebauten Plattenkameras fotografierte er „seine Pflanzen“. Die dabei eingesetzten Linsen und Vergrößerungsoptiken erlaubten Vergrößerungen vom 2- bis 45-fachen. Bloßfeldt sah seine fotografische Leidenschaft nicht als Selbstzweck, er brachte sie als Unterrichtsmaterial in seine Lehrtätigkeit ein. Er erkannte, dass durch seine Vergrößerungen das Herausarbeiten von Pflanzendetails besser darzustellen war, als mit Original-Pflanzenpräparaten und setzte sie, an die Wand projiziert, als Vorlage für Zeichenübungen ein. Dabei veranschaulichte er Formen und Strukturen der Flora und wirkte damit auf die ornamentale Produktgestaltung ein.

Bloßfeldt selbst sah sich nicht als professioneller Fotograf sondern als Pflanzenliebhaber. Bei seinen fotografischen Arbeiten ging er wissenschaftlich-analytisch vor, ihn interessierten die grafischen Details deren Aufnahmen er lateinisch beschriftete und archivierte. Bloßfeldt sah die Natur als „Lehrmeisterin“ für Kunst und Technik und ihn faszinierte deren künstlerisch-architektonische Strukturen. 1921 wurde Karl Bloßfeldt zum Professor ernannt und lehrte ab 1924 an den Vereinigten Staatsschulen für Freie und Angewandte Kunst Berlin.

Der bekannte Berliner Galerist Karl Nierendorf stellte 1926 Fotoaufnahmen von Bloßfeldt aus. Unter den Rezensenten befand sich auch Walter Benjamin, der Wirkung und Bedeutung seiner Fotografie sofort erkannte. 1928 erschien sein erstes Buch im Wasmuth Verlag Berlin unter dem Titel „Urformen der Kunst“, was ihn über Nacht berühmt machte. Kurz vor seinem Tod 1932 erschien noch der Bildband „Wundergarten der Natur“. Professor Karl Bloßfeldt, in Schielo im Harz geboren und aufgewachsen, gilt als der bedeutendste Pflanzenfotograf und als Pionier der „neuen Sachlichkeit“. Zum Gedenken an Karl Bloßfeldt, wird von einer Interessengruppe in Schielo eine fotografische Dauerausstellung vorbereitet.

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2007

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