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6. Der Bergbau und das Hüttenwesen im Deutschen Bauernkrieg

Im Hochmittelalter machte der Erzreichtum und der damit einhergehende Bergbau die Harzregion zur Wiege des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Im Spätmittelalter füllte der Bergbau nicht nur die Kasse des Königs, er brachte auch den regionalen Grundherren, den Grafen und Kirchenfürsten, Reichtum und Wohlstand. Auch die Städte der Harzregion hätten ohne Bergbau, Hüttenwesen und den daran hängenden Wirtschaftszweigen nicht die Entwicklung genommen, die sie genommen haben. Auch in der beginnenden Neuzeit gaben besonders Silber-, Kupfer- und Eisenerze sowie deren Verhüttung dem Harzgebiet wirtschaftliche und politische Bedeutung. Die bedeutendsten Bergbaugebiete zogen sich vom Südosten bis zum Nordwesten des Harzes. Sie lagen insbesondere in der Grafschaft Mansfeld, dem Fürstentum Anhalt, den Grafschaften Blankenburg und Wernigerode sowie in den Braunschweiger Herzogtümern von Grubenhagen und Wolfenbüttel. Aber auch alle andern Grundherren wie die Stifte Quedlinburg und Gernrode sowie die Freien Reichstädte wie Goslar und Nordhausen hatten Bergbaugebiete in ihrem Besitz.

Dabei hatte der Bergbau des Harzgebietes keineswegs eine stetige Entwicklung genommen. Immer wieder und besonders auch im ausgehenden Spätmittelalter kam es zu großflächigen Stilllegungen. Die Gründe waren vielfältig, lagen aber vorrangig am Arbeitskräftemangel durch Pestepidemien, an fehlendem Holz und Holzkohle sowie an der Wasserhaltung im Bergbau. Auch entledigten sich die Landesherren zunehmend dem Bergbau und der Verhüttung und übertrugen diese Rechte Einzelpersonen oder Gesellschaften. So entledigten sie sich der Verantwortung und der Risiken und profitierten nur noch vom Gewinn. Die Betreiber der Bergwerke und Hütten waren nicht gewillt langfristig zu denken und zu investieren, lieber schloss man Bergwerke wegen Unwirtschaftlichkeit. Dieses Handeln war auch der Unsicherheit geschuldet, dass die Rechte von den Landesherren jederzeit wieder eingezogen werden konnten – Rechtssicherheit kannte man damals diesbezüglich nicht.

Im Mansfelder Bergbau, in der Verhüttung und dem Vertrieb hatten sich zunehmend Nürnberger und Augsburger Kaufleute eingekauft und dadurch Mitbestimmung verschafft. Unter den Besitzern der Bergwerksrechte fand man für Wernigerode den Verleger und Buchdrucker Peter Schöffer aus Mainz. Weitere Miteigentümer waren: der gräfliche Amtmann Wilhelm Reiffenstein aus Stolberg, der Bürgermeister und Vorsteher der Gewandschneidergilde in Halberstadt, Heinrich Schreiber, der Verwalter des Bistums Halberstadt, Heinrich Horn.

Aber der damalige Markt für Kupfer, Silber und Eisen sowie andere bergbauliche Produkte war schon nicht mehr regional. Die großen Handelshäuser, insbesondere aus dem süddeutschen Raum bestimmten die Preise und die Vergütungen. Die Lehnsherren, die Pächter und die Gewerke mussten sich mit dem abfinden, was ihnen zugestanden wurde. Weil zu viele vom Bergbau und dem Hüttenwesen profitierten, blieb für die Bergmänner und Hüttenarbeiter kaum noch etwas über. Das erregte zunehmend Unzufriedenheit die besonders Thomas Müntzer zu nutzen wusste, indem er im Mansfelder Revier leidenschaftliche Appelle an sie richtete. Die Südharzer Bergmänner und Hüttenarbeiter waren für Müntzers Brandreden empfänglich; wohl der Hauptgrund, dass sich der Harzer Bauernkrieg schwerpunktmäßig im Südharz entlud.

Weitere Informationen: Thomas Müntzer,

> 1. Ursachen und Umfeld
> 2. Das Harzgebiet im Deutschen Bauernkrieg
> 3. Die territoriale Zersplitterung der Harzregion
> 4. Die Situation der Bauernschaft
> 5. Die Städte der Harzregion
> 6. Der Bergbau und das Hüttenwesen
> 7. Die Rolle der Kirche im Bauenrkrieg
> 8. Harzer Klöster im Bauernkrieg
> 9. Die Grafschaft Mansfeld im Bauernkrieg
> 10. Die sächsischen Ämter Sangerhausen und Salza
> 11. Die Grafschaft Stolberg im Bauernkrieg
> 12. Die Grafschaft Hohnstein im Bauernkrieg
> 13. Das Reichsstift Walkenried im Bauernkrieg
> 14. Die Grafschaft Schwarzburg im Bauernkrieg
> 15. Die Herrschaft Wernigerode im Bauernkrieg
> 16. Die Grafschaft Blankenburg im Bauernkrieg
> 17. Die Grafschaft Anhalt-Ballenstedt im Bauernkrieg
> 18. Das Fürstbistum Halberstadt im Bauernkrieg
> 19. Goslar im Bauernkrieg
> 20. Allstedt im Bauernkrieg

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Copyright der Fotos und der Texte Bernd Sternal 2012

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